Die unterschiedlichen Messmethoden

Die unterschiedlichen Messmethoden – Handgelenk oder Oberarm?

Der Blutdruck kann alternativ am Oberarm oder am Handgelenk gemessen werden. Die Messergebnisse sind – wie verschiedene Tests zeigen – bei einer Messung am Handgelenk ebenso zuverlässig wie am Oberarm. Eine Einschränkung gilt allerdings für ältere Menschen, Raucher sowie Patienten mit Herzrhythmusstörung und Diabetes. Diesen wird empfohlen, den Blutdruck am Oberarm zu messen.

Generelle Empfehlungen

  • Blutdruckschwankungen sind normal. Selbst bei einer Wiederholungsmessung können beachtliche Unterschiede zwischen den gemessenen Werten auftreten. Einmalige oder unregelmäßige Messungen liefern daher keine zuverlässige Aussage über den tatsächlichen Blutdruck. Eine zuverlässige Beurteilung ist nur möglich, wenn Sie regelmäßig unter vergleichbaren Bedingungen messen.
  • Um verlässliche Aussagen zu Ihrem Blutdruck treffen zu können, messen Sie ihn am besten regelmäßig und immer zur gleichen Zeit im Sitzen. Ideal ist es, morgens (vor der Tabletteneinnahme) am Bett und abends vor dem zu Bett gehen zu messen.
  • Mindestens 30 Minuten vorher sollten Sie keine körperlichen Aktivitäten ausführen und nicht saunieren. Bitte entleeren Sie Ihre Blase vor der Messung.
  • 5 Minuten vor den Messungen sollten Sie sich völlig ruhig verhalten - nicht essen, nicht trinken, nicht bewegen und nicht sprechen.
  • Halten Sie während der Messung den Arm ruhig und ballen Sie Ihre Hand nicht zur Faust. Achten Sie auf das korrekte Anlegen der Manschette. Diese sollte sich während der Messung immer auf Herzhöhe befinden. Stellen Sie die Beine nebeneinander auf den Boden.
  • Messen Sie zweimal hintereinander. Der zweite (meist niedrigere) Wert ist der relevante. Schreiben Sie diesen mit Datum und Uhrzeit auf.
  • Zwischen den Messungen sollte eine Pause von ca. 1 Minute liegen, damit sich die Blutdruckverhältnisse in den Gefäßen wieder anpassen können. Der Abstand zwischen den Messungen sollte aber auch nicht länger sein.
  • Notieren Sie sich die Ergebnisse direkt nach der Messung oder speichern Sie sie in der beurer HealthManager App.

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Unterschiede zwischen beiden Armen

Bitte beachten Sie, dass es zu Abweichungen bei den Blutdruck-Messergebnissen zwischen dem rechten und linken Arm von bis zu 10 mmHg kommen kann. Das liegt daran, dass sich der linke Arm näher am Herzen befindet. Um die Messergebnisse besser vergleichen zu können, sollten die Messung immer am gleichen Arm vorgenommen werden. Messen Sie im Zweifelsfall immer an dem Arm, an dem zu Beginn die höheren Blutdruckwerte aufgetreten sind.

Besonderheit bei der Messung am Handgelenk

Wenn Sie den Blutdruck am Handgelenk messen wollen, ist es wichtig, dass sich das Handgelenk während der gesamten Messung auf Herzhöhe befindet. Ansonsten werden die Messergebnisse verfälscht. Setzen Sie sich dazu hin, stützen Sie Ihren Ellbogen auf einem Tisch auf und messen Sie immer auf nackter Haut. Also nicht über einem Pullover oder Shirt.

Unterschiedliche Messergebnisse

Verschiedene Einflüsse können Auswirkungen auf den Blutdruck und somit auf die Messeergebnisse haben. Dazu gehören:

  • psychische Einflüsse wie Angst und Aufregung
  • Bewegung
  • Muskelspannung
  • Sprechen
  • Lärm und andere Umwelteinflüsse wie Fernsehen oder Radio

Fehler bei der Messung

Darüber hinaus können auch Fehler während der Messung die Ergebnisse verfälschen. Beispiele für die häufigsten Fehler bei der Blutdruckmessung sind:

  • Manschette wurde zu eng/zu locker angelegt
  • Manschette befindet sich nicht auf Herzhöhe
  • die Pause zwischen zwei Messungen war zu kurz
  • während der Messung wurde gesprochen oder sich bewegt
  • die Manschette wird über ein dickes Kleidungsstück angelegt
  • der Ärmel des Kleidungsstücks wird zusammengeschoben und behindert den Blutfluss
  • Es wird mehr als dreimal hintereinander gemessen

Weißkittel-Hypertonie

Auch wenn Sie bei der Messung zu Hause alles richtig machen, kann sich Ihr dort gemessener Blutdruck von dem in einer Arztpraxis unterscheiden. Die Blutdruckwerte, die bei einem Arztbesuch gemessen werden, sind häufig höher. Das liegt daran, dass Patienten zu Hause in der Regel entspannter sind, als in der Arztpraxis. Dieses Phänomen nennt sich Weißkittel-Hypertonie.

Manche Personen reagieren aber genau umgekehrt und zeigen in der Arztpraxis, in der sie sich sicher fühlen, niedrigere Werte an. Bei diesen Symptomen spricht man von einer Praxis-Normotonie.

In beiden Fällen sollte eine Langzeitblutdruckmessung durchgeführt werden, um sichere Messergebnisse zu erhalten.

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