
Rundum wohlfühlen
Wie die Zeitumstellung unseren Körper und Schlaf beeinflusst
Zweimal im Jahr werden die Uhren umgestellt – und bringen unseren Körper aus dem Takt. Müdigkeit, Schlafprobleme und Konzentrationsstörungen sind häufig. Erfahre, warum das passiert und wie du dich besser anpasst.
Sommerzeit, Winterzeit und das alljährliche Hin und Her
Jedes Jahr im Frühjahr und Herbst werden die Uhren umgestellt – eine Stunde vor, eine Stunde zurück. Doch warum gibt es zwei unterschiedliche Zeitregelungen und wann genau findet die Umstellung statt?
Sommerzeit Zeitumstellung
Die Sommerzeit beginnt in der Nacht vom Samstag auf Sonntag am letzten Märzwochenende – also am letzten Sonntag im März. Dabei wird die Uhr um 2:00 Uhr nachts auf 3:00 Uhr vorgestellt. Dadurch bleibt es abends länger hell. Das soll nicht nur den Tagesablauf verlängern, sondern auch Energie sparen. Durch die längeren hellen Abendstunden wird weniger künstliche Beleuchtung benötigt.
Winterzeit Zeitumstellung
Die Winterzeit, auch Normalzeit, beginnt in der Nacht von Samstag auf Sonntag am letzten Oktoberwochenende – also am letzten Sonntag im Oktober. Dann werden die Uhren um 3:00 Uhr nachts auf 2:00 Uhr zurückgestellt. Dies entspricht eher dem natürlichen Sonnenrhythmus, da es morgens früher hell wird, was besonders in den dunklen Wintermonaten als angenehmer empfunden wird.
Warum und seit wann gibt es die Zeitumstellung?
Obwohl die Zeitumstellung schon lange existiert, sorgt sie immer wieder für Diskussionen. Während einige die längeren Sommerabende genießen, kämpfen andere mit den Auswirkungen auf ihren Schlafrhythmus. Doch wie kam es überhaupt zu dieser Regelung?
Die Idee, die Uhrzeit an den Tageslichtrhythmus anzupassen, ist keineswegs neu. Bereits im 18. Jahrhundert schlug der Erfinder und Politiker Benjamin Franklin vor, das Tageslicht effizienter zu nutzen, um Energie zu sparen. Doch erst während des Ersten Weltkriegs wurde die Zeitumstellung tatsächlich eingeführt. Durch das Vorstellen der Uhren sollte der Energieverbrauch für künstliche Beleuchtung reduziert werden.
Nach dem Krieg wurde die Sommerzeit in vielen Ländern wieder abgeschafft, nur um später – insbesondere während der Ölkrise in den 1970er Jahren – erneut eingeführt zu werden. In Deutschland gilt die Zeitumstellung in ihrer heutigen Form seit 1980 und 1996 wurde sie in der gesamten EU vereinheitlicht.
Heute wird der ursprüngliche Nutzen der Zeitumstellung zunehmend hinterfragt. Zahlreiche Studien zeigen, dass die Energieeinsparung nur minimal ist, während gesundheitliche Folgen wie Schlafprobleme immer stärker in den Fokus rücken.
Merkspruch zur Zeitumstellung
Damit du beim nächsten Mal nicht lange überlegen musst, ob die Uhr vor- oder zurückgestellt wird, kann dir diese einfache Eselsbrücke helfen:
„Im Frühling stellt man die Gartenmöbel VOR die Tür – im Herbst wieder ZURÜCK in den Schuppen."

Wie beeinflusst die Zeitumstellung unseren Körper?
Obwohl es sich nur um eine Stunde handelt, kann die Zeitumstellung den Körper spürbar aus dem Gleichgewicht bringen. Das liegt daran, dass viele Prozesse in unserem Organismus nach einem festen Rhythmus ablaufen – gesteuert von unserer inneren Uhr. Sie reguliert unter anderem unseren Schlaf-Wach-Zyklus, den Hormonhaushalt, die Körpertemperatur und sogar den Stoffwechsel. Ihr wichtigster Taktgeber ist das Tageslicht. Eine abrupte Veränderung, wie die Zeitumstellung, bringt diesen fein abgestimmten Rhythmus vorübergehend durcheinander.
Auswirkungen auf den Hormonhaushalt
Besonders sensibel reagiert der Hormonhaushalt. Das Schlafhormon Melatonin spielt dabei eine entscheidende Rolle: Es wird vermehrt ausgeschüttet, wenn es dunkel wird, und sorgt dafür, dass wir müde werden. Mit der Umstellung auf die Sommerzeit bleibt es abends länger hell, wodurch die Melatoninproduktion verzögert wird. Das kann dazu führen, dass wir später müde werden als gewohnt, obwohl der Wecker am nächsten Morgen eine Stunde früher klingelt. Als Folge kann es zu einem Mini-Jetlag kommen, der sich in Müdigkeit, Konzentrationsproblemen und verminderter Leistungsfähigkeit äußern kann.
Einfluss auf die Stimmung und das Wohlbefinden
Auch die Stimmung kann unter der Zeitumstellung leiden. Lichtmangel – insbesondere in der dunklen Jahreszeit – kann zu einem Serotoninmangel führen. Serotonin ist ein stimmungsaufhellender Botenstoff, der für unser Wohlbefinden wichtig ist. Gleichzeitig bleibt der Melatoninspiegel morgens länger erhöht, wodurch wir uns noch müde und antriebslos fühlen können. Viele Menschen klagen nach der Zeitumstellung über Gereiztheit, Kopfschmerzen oder Verdauungsprobleme. Der gesamte Körper benötigt Zeit, um sich an den neuen Ablauf anzupassen.
Auswirkungen auf den Schlaf
Besonders deutlich macht sich die Zeitumstellung beim Schlaf bemerkbar. In den ersten Tagen kann es schwerfallen, abends zur gewohnten Zeit einzuschlafen. Die innere Uhr ist nach wie vor auf den alten Rhythmus eingestellt. Auch die Schlafqualität kann unter der Umstellung leiden. In der Übergangsphase, bei der der Körper sich an den neuen Rhythmus gewöhnt, kann der Schlaf weniger tief und unruhiger sein. Viele Menschen wachen nachts häufiger auf oder haben das Gefühl, nicht richtig durchzuschlafen. Dadurch fällt es am Morgen schwerer, ausgeruht in den Tag zu starten.
Die Anpassung an die neue Zeit dauert von Mensch zu Mensch unterschiedlich lange und kann zwischen 4 und 14 Tagen liegen. Während einige kaum Veränderungen spüren, kämpfen andere mit Müdigkeit und Erschöpfung, bis sich ihre innere Uhr wieder reguliert hat. Mit den richtigen Strategien kann der Körper den Wechsel jedoch schneller meistern.
Tipps für eine sanfte Anpassung an die Zeitumstellung
Damit der Körper sich besser an die Zeitumstellung gewöhnen kann, lohnt es sich, einige Tage vorher gezielt Maßnahmen zu ergreifen. Kleine Anpassungen in Schlafgewohnheiten, Lichtnutzung und Tagesablauf können dabei helfen, den Übergang möglichst sanft zu gestalten.
Schlafrhythmus schrittweise anpassen
Wer den Körper nicht abrupt mit der neuen Zeit konfrontieren möchte, kann den Schlafrhythmus bereits einige Tage vor der Umstellung anpassen. Das bedeutet, jeden Abend etwa 10 bis 15 Minuten früher (bei der Umstellung auf Sommerzeit) oder später (bei der Umstellung auf Winterzeit) ins Bett zu gehen. So kann sich die innere Uhr nach und nach anpassen, ohne dass der Wechsel plötzlich kommt.
Schlaffördernde Abendroutine etablieren
Helles Bildschirmlicht von Smartphones, Tablets oder Fernsehern kann die Produktion des Schlafhormons Melatonin hemmen und das Einschlafen erschweren. Eine gute Alternative sind entspannende Routinen, wie das Lesen eines Buches, ein warmes Bad oder leichte Dehnübungen, die dem Körper signalisieren, dass es Zeit ist, zur Ruhe zu kommen.
Ernährung: Koffein und schwere Mahlzeiten vermeiden
Die richtige Ernährung kann ebenfalls dazu beitragen, die Zeitumstellung besser zu verkraften. Abends sollten schwere, fettige Mahlzeiten vermieden werden, da sie die Verdauung belasten und das Einschlafen erschweren können. Auch koffeinhaltige Getränke wie Kaffee, Cola oder Energy-Drinks sollten am späten Nachmittag und Abend gemieden werden, um den Schlaf nicht zusätzlich zu beeinträchtigen.
Bewegung und Tageslicht als natürliche Helfer
Regelmäßige Bewegung und frische Luft unterstützen die innere Uhr. Tageslicht ist besonders wichtig, da es die Ausschüttung von Melatonin reguliert und hilft, den neuen Rhythmus schneller zu übernehmen. Wer sich morgens oder am frühen Nachmittag draußen bewegt, profitiert von einer besseren Anpassung und fühlt sich insgesamt wacher.

Lichtwecker und Tageslichtlampe als Unterstützung
Moderne Technologien können helfen, die Zeitumstellung angenehmer zu gestalten. Ein Lichtwecker simuliert einen natürlichen Sonnenaufgang und erleichtert so das morgendliche Aufwachen. Besonders in der dunklen Jahreszeit kann das den Start in den Tag verbessern. Auch Tageslichtlampen, die helles, natürliches Licht erzeugen, können dabei helfen, den neuen Rhythmus schneller zu übernehmen. Sie simulieren natürliches Tageslicht und können dadurch Lichtmangelerscheinungen ausgleichen. Das fehlende Serotonin wird damit wieder vermehrt produziert und die Stimmung positiv beeinflusst.
Natürlich aufwachen – wie der Beurer Lichtwecker den Wechsel erleichtert
Ein schriller Wecker kann uns abrupt aus dem Schlaf holen und den Start in den Tag unangenehm machen. Der Beurer Lichtwecker bietet hier eine sanfte Alternative. Durch die Simulation eines farbigen Sonnenaufgangs sorgt er für ein entspannteres und natürlicheres Aufwachen.
Der Beurer Lichtwecker nutzt eine Lampe, die langsam heller wird und so den natürlichen Prozess des Morgenaufwachens nachahmt. Diese allmähliche Helligkeit steigert sich über einen festgelegten Zeitraum und simuliert den Sonnenaufgang. Der Körper reagiert auf das zunehmende Licht, indem die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin gehemmt wird, was uns signalisiert, dass es Zeit ist, aufzuwachen. Für zusätzlichen Komfort lässt sich ein Alarmton einstellen, der sanft am Ende der Lichtsimulation erklingt. Besonders beruhigende Klänge oder sanfte Musik ergänzen den Sonnenaufgang und machen das Aufwachen noch angenehmer.
Dieser natürliche Weckprozess hilft nicht nur, den Tag entspannter zu beginnen, sondern erleichtert auch die Anpassung an die Zeitumstellung. Der sanfte Übergang von Dunkelheit zu Helligkeit hilft, den Körper in seinem natürlichen Rhythmus zu unterstützen, sodass der Umstellungsprozess weniger abrupt und störend wirkt. Auch beim Einschlafen kann der Lichtwecker hilfreich sein: Die Simulation eines Sonnenuntergangs sorgt für eine schrittweise Verdunkelung des Raumes und regt so die Melatoninausschüttung an, was das Einschlafen erleichtert.
Mit einem Lichtwecker von Beurer startest du nicht nur erfrischt und natürlich in den Tag, sondern unterstützt auch deine innere Uhr bei der Anpassung an neue Zeitrhythmen.
>> Mehr Informationen zu den Beurer Lichtwecker findest du hier
A Dr. med. Michael Feld: Schlafen für Aufgeweckte, 3. Auflage