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Eine Mann sitzt auf einem Sofa in einem Wohnzimmer und bedient den Beurer LR 400 Luftreiniger, der neben ihm steht.

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HEPA-Filter H13: Was die Filterklasse aus deiner Raumluft holt

Ein HEPA-Filter der Klasse H13 ist ein Schwebstofffilter, der Pollen, Hausstaub, Tierhaare und Feinstaub aus der Raumluft abscheidet. Dieser Ratgeber zeigt dir, was ein HEPA-Filter der Klasse H13 aus der Raumluft holt und wie der dreischichtige Filter im Beurer LR 400 von beurer.com Pollen, Hausstaub und Gerüche zurückhält.

HEPA-Filter H13: Was die Filterklasse aus deiner Raumluft holt

Erfahre, was ein HEPA-Filter der Klasse H13 leistet, welche Partikel er zurückhält und wie oft du den Filter deines Luftreinigers wechselst.

HEPA H13: Bedeutung und Filterklasse

HEPA steht für „High-Efficiency Particulate Air“, auf Deutsch etwa „hochwirksamer Partikelluftfilter“. HEPA-Filter gehören zu den Schwebstofffiltern, also Filtern, die feinste Schwebeteilchen aus der Luft abscheiden. Wie leistungsfähig ein solcher Filter ist, legt die europäische Prüfnorm DIN EN 1822-1 fest: Sie teilt Schwebstofffilter in die Gruppen EPA, HEPA und ULPA ein und prüft jeden Filter an der Partikelgröße, die sich am schwersten abscheiden lässt.[1]

Filtergruppe Abscheidegrad an der MPPS Typische Partikel
EPA (E10 bis E12) ca. 85 bis 99,5 %[2] Keime, Bakterien, Ruß
HEPA (H13 und H14) ca. 99,95 bis 99,995 %[2] Viren, Schwebstaub, Partikel aus Verbrennungsprozessen
ULPA (U15 bis U17) ca. 99,9995 bis 99,999995 %[2] Schwebstaub, vor allem in Reinräumen

Die Kennzahl H13 steht innerhalb der HEPA-Gruppe für eine fest definierte Anforderung an den Abscheidegrad. Nach DIN EN 1822 werden HEPA- und ULPA-Filter zudem einzeln auf Leckfreiheit geprüft, während dies bei EPA-Filtern nicht erforderlich ist. Die Bewertung erfolgt an der sogenannten MPPS, der Partikelgröße, bei der das Filtermedium seinen geringsten Abscheidegrad aufweist.[1]

Für den LR 400 heißt das konkret: Der verbaute HEPA-H13-Filter scheidet Partikel ab einer Größe von 0,3 µm zu bis zu 99,95 % ab. Diese Zahl ist eine Herstellerangabe und beruht auf einer Prüfung durch Kitech in Anlehnung an DIN EN 1822-1. Für einen Haushalt mit Pollen- oder Tierhaarallergie bedeutet die Klasse H13 zunächst, dass der Filter nach einer festgelegten Prüfnorm auf seinen Abscheidegrad hin bewertet wurde und damit vergleichbar ist.

Wie ein HEPA-Filter Partikel zurückhält

Ein HEPA-Filter arbeitet nicht wie ein Sieb mit feinen Löchern, sondern als Tiefenfilter: Dicht gelegte Fasern bilden einen dicken Teppich, durch den die Luft auf verschlungenen Wegen strömt. Dabei bleiben Partikel auf drei Arten hängen. Größere Teilchen passen schlicht nicht durch die Poren zwischen den Fasern. Etwas schwerere Teilchen folgen wegen ihrer Trägheit nicht der Strömungskurve und prallen auf eine Faser. Sehr kleine Teilchen wiederum bewegen sich wegen der Kollisionen mit Luftmolekülen so unregelmäßig, dass sie irgendwann an einer Faser hängen bleiben.

LB 200 – Luftbefeuchter, Produktaufnahme
LB 200 – Luftbefeuchter, Produktaufnahme

Weil sich diese Mechanismen bei verschiedenen Größen unterschiedlich stark auswirken, gibt es eine Partikelgröße, an der Filter am schwersten arbeiten: die am schwersten abscheidbare Partikelgröße, kurz MPPS, typischerweise im Bereich von 0,1 bis 0,3 µm. Genau dort setzt die Prüfung nach DIN EN 1822 an, denn ein Filter, der an dieser Stelle überzeugt, leistet auch bei den übrigen Größen.[1]

Für das Filtersystem des LR 400 nennt der Hersteller eine zweite, ergänzende Angabe: Partikel von 0,02 µm hält das System zu mindestens 95 % zurück, geprüft vom IUTA an einem Prüfstand nach DIN 71460-1.[3] Auch das ist eine Herstellerangabe mit genannter Prüfgrundlage. Sie zeigt, dass die Abscheidung nicht bei 0,3 µm endet, sondern auch deutlich kleinere Partikel betrifft, bei denen vor allem die Diffusion arbeitet.

Pollen, Hausstaub und Tierhaare im Wohnraum filtern

Was in der Raumluft eines Allergiehaushalts tatsächlich schwebt, haben Maya Manzano et al. in einer Studie in 22 Schlafzimmern untersucht, veröffentlicht in der Fachzeitschrift Clinical and Translational Allergy im Jahr 2022: Die Luftfiltration senkte den Gehalt an Feinstaub und die daran haftenden Milben-, Katzen- und Hundeallergene in der Raumluft deutlich. Alle im Raum vorkommenden Allergene hefteten sich an Staubteilchen, allerdings mit einer klaren Tendenz: Milbenallergene saßen besonders häufig an größeren Staubkörnchen (Partikel größer als 10 µm), Katzen- und Hundeallergene vor allem an kleineren (Partikel zwischen 2,5 und 10 µm).[4]

  • Hausstaubmilben: Die 0,1 bis 0,5 mm großen Tiere sind mit bloßem Auge nicht zu erkennen. Zum Problem werden vor allem ihre Ausscheidungen, die Allergene enthalten. In der Heizperiode sterben viele Milben ab, Milbenkörper und Kot zerfallen und die Allergene werden in großen Mengen freigesetzt und verwirbelt.[5][6]
  • Tierallergene: Betroffene reagieren nicht auf die Haare selbst, sondern auf Eiweißbausteine aus Speichel, Talg- und Schweißdrüsen der Tiere. Diese Allergieauslöser binden sich an Staub und gelangen so in die Luft; Katzenallergene besitzen sehr gute Schwebeeigenschaften und bleiben auch nach dem Entfernen der Katze noch lange in der Luft.[7]
  • Pollen: Sie erreichen das Schlafzimmer trotz geschlossener Fenster, zum Beispiel über Kleidung und Haare. Der Deutsche Allergie- und Asthmabund empfiehlt, kurz und intensiv zu stoßlüften statt das Fenster dauerhaft gekippt zu lassen, am besten frühmorgens zwischen 6 und 9 Uhr oder abends nach 21 Uhr.[8]

Genau diese Partikel abzuscheiden ist die Aufgabe eines Luftreinigers. Der LR 400 bewegt dabei 266 m³/h Luftdurchsatz und ist für Räume bis 69 m² geeignet (gem. NRCC-54013-2011). Sein PM-2.5-Sensor erkennt Feinstaub mit einer Partikelgröße von 2,5 µm und steuert im AUTO-Modus automatisch die passende Lüfterstufe. Welche Filtertechnik bei Pollen, Tierallergenen und Rauch hilft und worauf es beim Einsatz im Wohnraum ankommt, behandelt unser Magazinbeitrag Luftreiniger bei Allergie, Tierhaaren, Rauch.

Die Partikelzahl ist übrigens nur eine Seite des Raumklimas. Auch Temperatur und Luftfeuchtigkeit gehören dazu, und beide lassen sich mit einem Thermo-Hygrometer im Blick behalten. Einen Überblick über unsere Produkte für ein gesundes Raumklima findest du in der Kategorie Luftqualität.

Vorfilter und Aktivkohle ergänzen den HEPA-Filter

Im LR 400 steckt der HEPA-Filter nicht allein, sondern als mittlere Schicht in einer Filtereinheit mit drei Schichten. Die Ersatzfiltereinheit trägt die Bestellnummer 693.09. Die Arbeitsteilung sieht so aus:

  1. Vorfilter: Er fängt grobe Partikel und Tierhaare ab, bevor die Luft die feineren Schichten erreicht, und schützt den HEPA-Filter so davor, sich schnell zu zusetzen.
  2. HEPA-H13-Filter: Er ist für die feinen Partikel zuständig, etwa Pollen, Hausstaub und Feinstaub.
  3. Aktivkohle: Sie nimmt gasförmige Stoffe auf, darunter Gerüche, die ein Partikelfilter nicht zurückhalten kann.

Diese Reihenfolge passt zu den Beobachtungen aus der Schlafzimmer-Studie von Maya Manzano et al.: Milbenallergene haften besonders an größeren Staubteilchen, und genau diese größeren Partikel passieren als erste den Vorfilter. Die empfindliche HEPA-Schicht bleibt so länger leistungsfähig, während die Aktivkohle die Anteile übernimmt, die mit Partikeln nichts zu tun haben. Für dich heißt das im Alltag: Alle drei Schichten gehören zusammen, und sie werden auch gemeinsam als eine Einheit gewechselt.

So klar die Filterleistung beschrieben ist, so klar sind auch die Grenzen: Ein Luftreiniger scheidet Partikel aus der Raumluft ab. Er beugt weder Allergien noch Infektionen vor, ersetzt keine ärztliche Diagnose und keine Therapie.

Auch die Innenraumlufthygiene-Kommission ordnet das ein: Wegen der sehr vielfältigen Quellen von Feinstaub im Innenraum lassen sich nach ihrer Stellungnahme derzeit keine quantitativen Aussagen zum Gesundheitsrisiko treffen. Erhöhte Feinstaubkonzentrationen in Innenräumen sind hygienisch unerwünscht, und eine Verringerung der Staubkonzentration dient der Vorsorge vor vermeidbaren Belastungen.[9]

Die Gebrauchsanweisung des LR 400 zieht weitere Grenzen: Das Gerät ist ausschließlich zur Reinigung der Luft in Innenräumen bestimmt. Wenn du an einer schweren Krankheit der Atemwege oder Lunge leidest, befrage vor der Benutzung des Geräts deinen Arzt.

  • Kein Schutz vor Ansteckung: Bakterien und Viren werden in den Herstellerangaben nur als Partikelgrößen genannt, nicht als Schutzversprechen.
  • Keine Vorbeugung: Ein Luftreiniger kann Allergene aus der Raumluft abscheiden, aber keine Allergie oder Infektion verhindern.
  • Kein Ersatz für die Praxis: Diagnose und Therapieentscheidung gehören in ärztliche Hand.
  • Nur für Innenräume: Der Einsatz ist auf die Luftreinigung in geschlossenen Räumen beschränkt.

Filterpflege und Wechselintervall im Alltag

Ein HEPA-Filter braucht etwas Aufmerksamkeit, damit er über seine gesamte Lebensdauer arbeitet. Die Gebrauchsanweisung des LR 400 nennt dazu klare Vorgaben: Eine regelmäßige Reinigung des Filters, einmal im Monat, ist Voraussetzung für einen hygienischen, zuverlässigen Betrieb. Dabei werden die Außenseiten des Filters mit dem Bürstenaufsatz eines Staubsaugers oder einem trockenen Tuch gereinigt. Der dreischichtige Filter kann nicht gewaschen werden und sollte nach 4320 Betriebsstunden gewechselt werden.

LR 220 – Luftreiniger, Produktaufnahme
LR 220 – Luftreiniger, Produktaufnahme

Damit du den Wechsel nicht selbst ausrechnen musst, hat der LR 400 eine Filterwechselanzeige. Wenn du lieber in eigenen Zeitrhythmen wechseln möchtest, zum Beispiel alle 6 Monate, trägst du auf dem Sticker an der oberen Kante des Filters ein Datum ein.

Zum monatlichen Pflegetermin gehört auch der PM-2.5-Staubsensor: Seine Klappe liegt seitlich am Gerät, der geöffnete Kanal wird mit einem trockenen Wattestäbchen von grobem Staub befreit. In stark staubiger Umgebung empfiehlt die Gebrauchsanweisung, den Sensor öfter zu reinigen, da Verschmutzung zu fehlerhaften Messwerten führen kann.

Der Beurer LR 400 mit dreischichtigem Filter

Der LR 400 zeigt, wie sich die Filtertechnik aus den vorherigen Abschnitten in einem Gerät für den Alltag übersetzt: ein dreischichtiges Filtersystem aus Vorfilter, HEPA-H13-Filter und Aktivkohle, dazu eine Steuerung, die sich der Raumsituation anpasst. Die wichtigsten Merkmale im Überblick:

  • 4 Lüfterstufen sowie AUTO-, TURBO- und NACHT-Modus; im NACHT-Modus arbeitet das Gerät unter 30 dB mit ausgeschaltetem Bedienpanel.
  • PM-2.5-Sensor, der im AUTO-Modus die Lüfterstufe an die gemessene Raumluft anpasst.
  • LED-Leuchtring, der die aktuelle Raumluftqualität farblich anzeigt.
  • App „beurer FreshHome“ für individuelle Luftreinigungspläne sowie Tages-, Wochen- und Jahresübersichten der Innenraumluft; die Basisfunktionen des Geräts sind auch ohne App nutzbar.
  • Geeignet für Räume bis 69 m² (gem. NRCC-54013-2011) mit einem Luftdurchsatz von 266 m³/h.
  • Ersatzfiltereinheit mit den drei Schichten unter der Bestellnummer 693.09.

Wenn du verschiedene Modelle für deine Raumgröße vergleichen möchtest, findest du sie in unserer Kategorie Luftreiniger von Beurer. Für den Einstieg in die Filtertechnik, die dieser Artikel beschreibt, ist der Beurer LR 400 das passende Gerät: Dort siehst du das dreischichtige Filtersystem mit HEPA H13 im Detail, die technischen Angaben für Räume bis 69 m² und die Zubehör- und Ersatzteilinformationen für den späteren Filterwechsel.

Häufig gestellte Fragen

Was bringt ein HEPA-Filter?

Ein HEPA-Filter scheidet Schwebstoffe wie Pollen, Hausstaub, Tierhaare und Feinstaub aus der Raumluft ab. Eine kleine Studie in 22 Schlafzimmern zeigte, dass Luftfiltration den Feinstaub und die daran haftenden Milben-, Katzen- und Hundeallergene in der Raumluft deutlich senkt.

Was heißt HEPA auf Deutsch?

HEPA steht für High-Efficiency Particulate Air, sinngemäß hocheffizienter Partikelfilter. HEPA-Filter gehören zu den Schwebstofffiltern und werden nach DIN EN 1822-1 in Klassen eingeteilt: EPA (E10 bis E12), HEPA (H13 und H14) und ULPA (U15 bis U17). Die Klasse sagt, wie viele Partikel der Filter mindestens zurückhält.

Welche Filter braucht ein Luftreiniger?

Ein Luftreiniger arbeitet mehrstufig: Der Vorfilter hält grobe Partikel und Tierhaare zurück, der HEPA-Filter übernimmt Pollen, Hausstaub und Feinstaub, und ein Aktivkohlefilter kann Gerüche aus der Luft nehmen. Der LR 400 vereint diese drei Schichten in einer Filtereinheit, der Ersatzfilter trägt die Bestellnummer 693.09.

Kann man HEPA-Filter reinigen?

Teilweise. Reinige die Außenseiten des Filters einmal im Monat mit dem Bürstenaufsatz eines Staubsaugers oder einem trockenen Tuch. Gewaschen werden kann der dreischichtige Filter nicht. Ist er erschöpft, wird er komplett ersetzt, nicht ausgespült.

Wie oft muss ein HEPA-Filter gewechselt werden?

Der Wechsel richtet sich nach den Betriebsstunden, nicht nach dem Kalender. Der dreischichtige Filter des LR 400 sollte nach 4320 Betriebsstunden gewechselt werden. Eine Filterwechselanzeige am Gerät erinnert an den Wechsel, und ein Sticker an der Filterkante hilft, einen eigenen Rhythmus festzuhalten.

Was sind die Nachteile eines HEPA-Filters?

HEPA-Filter sind nicht waschbar und müssen regelmäßig gereinigt und nach einiger Zeit ersetzt werden, was Folgekosten verursacht. Ein verschmutzter oder falsch eingesetzter Filter kann die Reinigungsleistung senken und den Luftreiniger lauter machen.

Quellen

  1. en1822.de
  2. luftfilterbau.de
  3. beurer.com
  4. pmc.ncbi.nlm.nih.gov
  5. umweltbundesamt.de
  6. daab.de
  7. daab.de
  8. daab.de
  9. umweltbundesamt.de
  10. allergieinformationsdienst.de