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Beurer Magazin
Beurer LR 400 Luftreiniger steht im Wohnzimmer. Ein Hund liegt daneben.

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Luftreiniger bei Allergie, Tierhaaren, Rauch: Worauf es ankommt

In Kürze: Ein HEPA-Filter filtert Feinstaub und Tierallergene aus der Luft, während Aktivkohle Gerüche bindet. Dieser Ratgeber zeigt dir, welcher Filteraufbau bei Pollen, Tierhaaren oder Rauchgeruch zählt und welcher Beurer-Luftreiniger auf beurer.com zu deinem Raum passt.

Luftreiniger bei Allergie, Tierhaaren, Rauch: Worauf es ankommt

Luftqualität bei Allergien: Was in der Raumluft schwebt

Feinstaub belastet die Luft in Wohnräumen oft stärker als draußen, weil es drinnen an der Verdünnung durch Frischluft fehlt[1]. Für Allergiker ist das doppelt unangenehm: Feinstaub dient in der Innenraumluft als Transportmittel für Allergene und trägt sie unbemerkt dorthin, wo du atmest[2]. Entscheidend ist deshalb, welche Filterstufe welche dieser Partikel überhaupt erfasst.

Hinter dem Begriff Tierhaarallergie steckt übrigens ein Irrtum: Nicht die Haare selbst lösen die Beschwerden aus, sondern Eiweiße, die in Hautschuppen, Schweiß und Speichel der Tiere vorkommen[3]. Diese Eiweißbausteine binden sich an Staub und gelangen so in die Luft, bevor sie sich an Kleidung, Teppichen und Polstern festsetzen[4]. Ähnlich funktioniert es bei Hausstaubmilben: Nicht die winzigen Tiere selbst sind das Problem, sondern ihre Ausscheidungen, die Allergene enthalten[5].

  • Pollen, die trotz geschlossener Fenster über Kleidung, Haare und Lüften in die Wohnung gelangen
  • Tierallergene aus Speichel und Hautschuppen, die an Staubpartikeln durch den Raum schweben
  • Milbenallergene aus dem Kot, die sich vor allem in Betten und Polstermöbeln sammeln und beim Aufwirbeln freigesetzt werden
  • Feinstaub aus Rauch, dem beim Verbrennen feine Partikel entstehen, die lange in der Luft bleiben

Diese Partikel sind meist unsichtbar. Sie schweben, setzen sich ab und wirbeln wieder auf, etwa bei der Morgengymnastik oder beim Bettenmachen. Gerade in der Heizperiode werden Milbenallergene in großen Mengen freigesetzt und verwirbelt, sodass Beschwerden auch dann auftreten können, wenn die Ursache längst unsichtbar ist[5]. Genau hier setzt ein Luftreiniger an: Er saugt die Raumluft an und scheidet die schwebenden Partikel aus, bevor du sie einatmest.

LR 400 und LR 401: Filterstufen im Überblick

Der LR 400 und der LR 401 arbeiten beide mit einem dreischichtigen Filtersystem aus Vorfilter, HEPA-Filter der Klasse H13 und Aktivkohlefilter. Jede Ebene übernimmt dabei eine eigene Aufgabe, und genau diese Arbeitsteilung macht den Unterschied zwischen einem Gerät, das Partikel aus der Luft abscheidet, und einem Gerät, das nur Luft umwälzt. Beide Modelle tragen dieselbe Filtertechnik, der LR 401 zusätzlich einen Stoffbezug.

LR 220 – Luftreiniger, Produktaufnahme
LR 220 – Luftreiniger
  • Vorfilter: Er fängt größere Partikel wie Haare und groben Staub ab und schützt die dahinterliegenden Filterstufen
  • HEPA-Filter H13: Er scheidet feine Schwebstoffe aus der Luft ab, dazu zählen nach Herstellerangabe Pollen, Hausstaub und Tierhaare
  • Aktivkohlefilter: Er bindet gasförmige Gerüche, etwa aus der Küche oder von Haustieren

Die Filterleistung ist als Herstellerangabe mit Prüfstelle ausgewiesen: Bis zu 99,95 Prozent der Partikel ab einer Größe von 0,3 Mikrometern werden herausgefiltert (Test Kitech in Anlehnung an DIN EN 1822-1). Der Luftdurchsatz liegt bei 266 Kubikmetern pro Stunde. Für Allergiker ist dabei die feine Fraktion entscheidend, denn Allergene hängen an Staubteilchen unterschiedlicher Größe und gelangen mit dem Feinstaub in die Atemluft[2].

Pollen, Hausstaub und Tierallergene aus der Raumluft filtern

Dass Luftfiltration Allergene tatsächlich aus der Raumluft reduziert, haben Forschende in einer Studie in 22 Schlafzimmern untersucht: Die Luftfilter senkten den Gehalt an Feinstaub deutlich, und mit ihm die Allergene, die an den Staubteilchen anhafteten. Die Forschenden fanden Hausstaub jeglicher Größe in den Auffangbehältern der Geräte und zogen das Fazit, dass Luftfiltration eine wirksame Methode ist, um Milben-, Katzen- und Hundeallergene sowie andere Feinstaubpartikel aus der Raumluft zu entfernen[2].

Interessant für dich als Allergikerin oder Allergiker: Die Studie zeigte eine klare Tendenz, an welche Partikel sich was hängt. Bestandteile von Milben saßen besonders häufig an größeren Staubkörnchen, Haare von Katzen und Hunden vor allem an kleineren[2]. Ein Filter, der nur grobe Partikel auffängt, würde also gerade die Tierallergene durchlassen. Der HEPA-Filter H13 im LR 400 und im LR 401 ist genau für die feine Fraktion zuständig, während der Vorfilter das Gröbere abfängt. Wie sich Hausstaub zusammensetzt und was Luftfilter dagegen leisten, haben wir dir ausführlich im Ratgeber Wie effektiv sind Luftfilter gegen Staub in der Wohnung? zusammengestellt.

Gerade Katzenallergene sind dabei ein Sonderfall: Sie besitzen sehr gute Schwebeeigenschaften und bleiben nach dem Entfernen der Katze aus der Wohnung noch über Monate und Jahre in der Luft, selbst in Räumen, in denen nie eine Katze war[4]. Ein Luftreiniger, der kontinuierlich läuft, arbeitet genau gegen diese schwebende Fraktion und senkt so die Allergenbelastung in der Atemluft.

Rauchpartikel und Gerüche: Aktivkohle und Automatikmodus

Rauchen gehört zu den zentralen Feinstaubquellen im Innenraum, und Zigarettenrauch verschlechtert die Luftqualität spürbar[1]. Beim Rauch entstehen zwei Probleme mit unterschiedlichen Lösungen: die festen Partikel, die der HEPA-Filter H13 auffängt, und die gasförmigen Geruchsstoffe, die an den Aktivkohlefilter gebunden werden. Deshalb reicht eine einzige Filterstufe gegen Rauchgeruch nicht aus, das dreischichtige System greift hier an beiden Stellen.

Für die Gerüche gibt es zusätzlich eine zweite Stufe: Laut Gebrauchsanweisung aktiviert das zuschaltbare UVC-Licht Titaniumoxide, die Geruchsmoleküle aus Tabakrauch, aus der Küche oder von Tieren zersetzen. Der TURBO-Modus kombiniert die höchste Lüfterstufe mit diesem UVC-Licht und kehrt nach 15 Minuten automatisch in den AUTO-Modus zurück, sodass du nach einem rauchigen Abend nicht selbst nachjustieren musst.

Der AUTO-Modus ist die Antwort auf die Frage, wie lange ein Luftreiniger laufen soll: Der Feinstaubsensor PM 2,5 misst kontinuierlich die Partikel in der Raumluft, und das Gerät passt seine Lüftergeschwindigkeit automatisch an die gemessenen Werte an. Der LED-Leuchtring zeigt dir dabei jederzeit, wie es um deine Luft steht:

  • Blau: gut, bei Werten bis 12 µg/m³
  • Gelb: akzeptabel, bei 12,1 bis 35,4 µg/m³
  • Orange: schlecht, bei 35,5 bis 55,4 µg/m³
  • Rot: sehr schlecht, ab 55,5 µg/m³

Raumgröße, Nachtmodus und Filterpflege

Bevor du ein Gerät auswählst, lohnt ein Blick auf die Herstellerangaben: Die Raumgröße sollte zu deinem Zimmer passen, und für das Schlafzimmer zählt die Lautstärke im Nachtmodus. Die folgende Tabelle zeigt die technischen Angaben aus der Gebrauchsanweisung für beide Modelle im direkten Vergleich, einschließlich des fälligen Filterwechsels:

Merkmal LR 400 LR 401
Filterstufen Vorfilter, HEPA-Filter H13, Aktivkohlefilter Vorfilter, HEPA-Filter H13, Aktivkohlefilter
Luftdurchsatz 266 m³/h 266 m³/h
Raumgröße bis 69 m² (gem. NRCC-54013-2011) bis 69 m² (gem. NRCC-54013-2011)
Lautstärke Nachtmodus unter 30 dB unter 30 dB
Lautstärke Turbo ca. 52 dB ca. 52 dB
Filterwechsel Filterwechselanzeige am Gerät Filterwechselanzeige am Gerät
Bezug und Farbe weiß schwarz mit Stoffbezug
Maße und Gewicht Durchmesser 21,5 cm, Höhe 50,5 cm, ca. 3,7 kg Durchmesser 21,5 cm, Höhe 50,5 cm, ca. 3,7 kg
Eine Person setzt den Beurer Luftbefeuchter/Luftreiniger auf einem Holztisch in einem Schlafzimmer zusammen.

Damit das Gerät dauerhaft so arbeitet wie in der Tabelle angegeben, braucht es wenig Pflege. Laut Gebrauchsanweisung gilt dieser Rhythmus:

  1. Reinige einmal im Monat die Außenseite des Filters mit dem Bürstenaufsatz deines Staubsaugers oder einem trockenen Tuch. Der dreischichtige Filter selbst darf nicht gewaschen werden.
  2. Säubere den Feinstaubsensor ebenfalls einmal im Monat: Öffne die seitliche Sensorklappe und reinige den Kanal mit einem trockenen Wattestäbchen.
  3. Beobachte die Filterwechselanzeige: Nach 4.320 Betriebsstunden sollte der Filter gewechselt werden. Auf der oberen Kante des Filters findest du einen Aufkleber, auf den du ein Wunschdatum schreiben kannst.

Achte außerdem auf den Standort: Das Gerät braucht rund 30 Zentimeter Freiraum zu allen Seiten, Luftein- und Luftauslass müssen frei bleiben, und weiche Oberflächen wie Bett oder Sofa sind als Standort ungeeignet, weil das Gerät dort kippen und die Öffnungen blockieren könnte. Vor dem Filterwechsel oder dem Reinigen ziehst du immer den Netzstecker.

Allergenquellen im Raum und ärztliche Abklärung

Ein Luftreiniger filtert die Allergene, die in der Raumluft schweben. Allergene sammeln sich zusätzlich in Textilien wie Bettwäsche, Teppichen und Polstern; dort ergänzt die Reinigung den Luftreiniger. Beides ergänzt sich gut, wenn du die Belastung in deinem Zuhause wirklich senken willst.

  • Wasche Bettwäsche häufig und bei mindestens 60 °C, Oberbett und Kopfkissen mehrmals im Jahr nach Anleitung[5]
  • Sauge Teppiche mit einem Staubsauger der Filterklasse 13 bis 14 ab und wische glatte Böden feucht, damit Staub nicht aufgewirbelt wird[5]
  • Gestalte das Schlafzimmer als konsequent tierfreien Raum, da du dich hier am längsten aufhältst[4]
  • Ziehe mit Tierhaaren belastete Kleidung außerhalb des Schlafzimmers aus[4]
  • Setze Luftreinigungsgeräte ein, um die Allergenbelastung auch in den restlichen Räumen zu senken[4]

Welcher Stoff bei dir tatsächlich die Beschwerden auslöst, gehört dagegen in die ärztliche Praxis: Allergiesymptome können viele Ursachen haben, und mit Haut- und Bluttests wird dort geprüft, auf welche Allergene dein Körper reagiert[3]. Auch die Gebrauchsanweisung des Luftreinigers zieht hier eine klare Grenze: Bei schwerer Erkrankung der Atemwege oder der Lunge lass dich vor der Benutzung des Geräts ärztlich beraten. Für finale Aussagen zur Eignung gilt immer die beiliegende Gebrauchsanweisung.

Welcher Luftreiniger zu welchem Anliegen passt

Am Ende lässt sich die Gerätewahl auf vier Anliegen herunterbrechen. Prüfe, welcher davon auf deine Situation zutrifft, und dann passt die Technik von selbst:

  • Pollen, Hausstaub und Tierallergene: Du brauchst einen HEPA-Filter H13 und einen Feinstaubsensor, der im AUTO-Modus die Lüfterleistung automatisch an die Partikelwerte anpasst. Beides bietet der LR 400, und der DAAB nennt Luftreinigungsgeräte als Tipp, um die Allergenbelastung in der Wohnung zu senken[4].
  • Rauch und Rauchgeruch: Entscheidend ist die Aktivkohlestufe, ergänzt um das zuschaltbare UVC-Licht, wie im Abschnitt zu Rauchpartikeln beschrieben.
  • Schlafzimmer: Hier zählt der NACHT-Modus mit einer Lautstärke unter 30 dB und ausgeschaltetem Bedienpanel, damit dich das Gerät nachts nicht stört.
  • Große Räume: Für Räume bis 69 m² nach Prüfnorm NRCC-54013-2011 sind beide Modelle ausgelegt, der Luftdurchsatz von 266 m³/h wälzt die Luft entsprechend oft um.

Der LR 401 arbeitet mit exakt derselben Technik wie der LR 400, kommt aber in Schwarz mit Stoffbezug und fügt sich damit in Wohnräume ein, in denen das Gerät sichtbar dazugehören soll. Wer beide Modelle mit weiteren Geräten und Ausstattungen vergleichen will, findet die komplette Kategorie auf einen Blick.

Für Pollen, Hausstaub und Tierallergene in Räumen bis 69 m² ist der LR 400 deshalb unsere Empfehlung. Schau dir das Gerät an und prüfe, ob die Herstellerangaben zu deinem Raum passen; einen Überblick über alle Modelle geben die Luftreiniger von Beurer.

Häufig gestellte Fragen

Häufig gestellte Fragen

Welcher Luftreiniger ist der richtige für mich?

Der passendste Luftreiniger für dich ist der, dessen Filterstufen, Raumgröße und Betriebsarten zu deinem Anliegen passen. Ein dreischichtiges System aus Vorfilter, HEPA-Filter H13 und Aktivkohle deckt Pollen, Hausstaub, Tierallergene und Gerüche ab. Ein Nachtmodus unter 30 Dezibel und ein Automatikmodus mit Feinstaubsensor erleichtern den Betrieb im Alltag.

Welcher Luftreiniger bei Katzenhaarallergie?

Bei einer Katzenhaarallergie eignet sich ein Luftreiniger mit HEPA-Filter der Klasse H13. Katzenallergene binden über Hautschuppen an Feinstaub und schweben lange in der Raumluft, deshalb kommt es auf die feine Partikelfraktion an. Ein konsequent tierfreies Schlafzimmer ergänzt das Gerät sinnvoll.

Welcher Luftreiniger für Allergiker mit Pollenallergie?

Für Allergiker mit Pollenallergie ist ein Gerät mit HEPA-Filter der Klasse H13 die richtige Wahl. Nach Herstellerangabe erfassen die Filter bis zu 99,95 Prozent der Partikel ab einer Größe von 0,3 Mikrometern, also auch an Staub gebundene Pollenallergene. Ein AUTO-Modus regelt die Lüfterleistung selbst nach.

Welcher Luftreiniger gegen Rauch und Rauchgeruch in der Wohnung?

Gegen Rauch und Rauchgeruch in der Wohnung hilft ein Luftreiniger, der einen HEPA-Filter mit einem Aktivkohlefilter kombiniert. Der HEPA-Filter fängt die festen Feinstaubpartikel des Rauchs auf, die Aktivkohle bindet die gasförmigen Geruchsstoffe. Beim LR 400 zersetzt das zuschaltbare UVC-Licht zusätzlich Geruchsmoleküle aus Tabakrauch.

Wie lange sollte ein Luftreiniger am Tag laufen?

Ein Luftreiniger sollte am Tag so lange laufen, wie es die aktuelle Partikelbelastung im Raum erfordert. Ein Gerät mit Automatikmodus und Feinstaubsensor reguliert seine Laufzeit selbstständig. Ist die Luft sauber, regelt es herunter; bei neuer Belastung fährt es wieder hoch.

Quellen

  1. umweltbundesamt.de
  2. allergieinformationsdienst.de
  3. gesund.bund.de
  4. daab.de
  5. umweltbundesamt.de