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Ältere Frau misst bei einem älteren Mann zu Hause die Sauerstoffsättigung mit einem Pulsoximeter von Beurer

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Sauerstoffsättigung messen mit Pulsoximeter: Anleitung & Normwerte

Deine arterielle Sauerstoffsättigung (SpO2) ist ein wichtiger Parameter dafür, wie gut dein Blut mit Sauerstoff beladen ist. Sie gibt an, wie viel Prozent des Hämoglobins in deinen roten Blutkörperchen mit Sauerstoff beladen ist. Ein Pulsoximeter wie das Beurer Pulsoximeter PO 60 ermöglicht dir, diesen Wert schnell, schmerzfrei und unkompliziert am Finger zu messen. Aber was bedeuten die Werte genau? Für gesunde Erwachsene liegt ein Normalwert typischerweise zwischen 95 % und 99 %. In diesem Ratgeber erklären wir dir alles, was du über die Messung, die Interpretation der Werte und mögliche Fehlerquellen wissen musst, damit du deine Körperwerte besser verstehst.

Auf einen Blick

Die arterielle Sauerstoffsättigung (SpO2) ist der prozentuale Anteil des mit Sauerstoff beladenen roten Blutfarbstoffs (Hämoglobin) in deinem arteriellen Blut. Ein Pulsoximeter misst diesen Wert nicht-invasiv durch die Haut.

Der Sauerstoffbedarf des Körpers

Sauerstoff ist lebensnotwendig, da er für die Energiegewinnung in unseren Zellen unerlässlich ist. Unser Körper benötigt Sauerstoff, um optimal zu funktionieren – sei es bei der Atmung, der Zellatmung oder anderen lebenswichtigen Prozessen. Der Sauerstoff gelangt über die Lunge in den Blutkreislauf und wird von roten Blutkörperchen zu den Zellen transportiert. Ein optimaler Sauerstoffgehalt im Blut ist daher entscheidend für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden.

Der menschliche Organismus benötigt täglich ca. 400 l Sauerstoff (O2). Um diese Menge an Sauerstoff zu transportieren ist ein „Transportstoff" erforderlich, das Hämoglobin. Das in den roten Blutkörperchen enthaltene Hämoglobin lagert den Sauerstoff an. Die Organe werden dadurch über den Blutkreislauf mit Sauerstoff versorgt. Die Sauerstoffsättigung, (SaO2), gibt an, wie viel Prozent des Hämoglobins im Blut mit Sauerstoff gesättigt ist. Bei gesunden Menschen liegt die Sauerstoffsättigung im Bereich von ca. 90% bis 98%.

Einstufung der Sauerstoffversorgung:

  • 97 – 100% : Ideal
  • 90 – 96% : Normal
  • < 90% : Aktionen notwendig (z.B. Fenster öffnen, Spaziergang an der frischen Luft, ... )
  • < 85% : Kritisch! Bitte einen Arzt aufsuchen

Grundsätzlich müssen alle akuten Veränderungen der Sauerstoffsättigung, insbesondere, wenn die Werte unter 90% liegen, zeitnah ärztlich abgeklärt werden. Durch die Früherkennung mit dem Pulsoximeter kann hier wertvolle Zeit gewonnen werden.

Welche Möglichkeiten gibt es die Sauerstoffsättigung zu bestimmen?

Pulsoximetrie

Dank eines modernen Messverfahrens – der Pulsoximetrie, kann die Sauerstoffsättigung ohne Blutabnahme gemessen werden. Ein Pulsoximeter ermöglicht eine schnelle und schmerzfreie Messung der arteriellen Sauerstoffsättigung und des Pulses. Ein Sauerstoffmangel kann somit direkt erkannt und behandelt werden.

Blutanalyse

Eine weiterführende Methode zur Bestimmung der Sauerstoffsättigung ist die Blutanalyse. Diese erfolgt in der Regel im Labor und erfordert eine Blutabnahme. Diese Methode wird meist in klinischen Umgebungen eingesetzt, um detaillierte Informationen über den Sauerstoffgehalt im Blut zu erhalten. Zudem lässt die Farbe des Blutes Rückschlüsse auf die Sauerstoffsättigung zu:

  • Hellrot: hohe Sauerstoffsättigung
  • Dunkelrot: niedrige Sauerstoffsättigung

Während die Blutanalyse sehr präzise ist, ist sie auch invasiver und erfordert eine professionelle Durchführung.

Schema eines Pulsoximeters: Infrarotlicht und eine rote LED strahlen von oben durch einen Finger auf einen Fotosensor, der das Licht misst.

Wie funktioniert ein Pulsoximeter?

Das Pulsoxymeter nutzt zwei Lichtstrahlen unterschiedlicher Wellenlänge, um den Sauerstoffgehalt im Blut zu messen. Diese Strahlen treffen auf den Finger, der in das Gerät eingeführt wird. Das Blut in den Gefäßen absorbiert dann einen Teil des Lichts, abhängig von dessen Sauerstoffgehalt. Sobald das Licht zum Pulsoximeter zurückkehrt, kann das Gerät die Menge des Sauerstoffs im Blut berechnen.

Wenn sich Blut während des Herzschlags durch den Finger bewegt, kann zudem anhand der Lichtintensität, die Herzfrequenz gemessen werden. Die Pulsfrequenz gibt die Anzahl der Herzschläge pro Minute an. Ein normaler Ruhepuls bei Erwachsenen liegt zwischen 60 und 80 Schlägen pro Minute. Wenn der Puls höher oder niedriger als dieser Wert ist, kann dies ein Anzeichen für eine Erkrankung sein.

Sauerstoffsättigung-Werte: Was ist normal?

Die Sauerstoffsättigung (SpO2) wird in Prozent (%) angegeben. Ein Wert von 95 % bedeutet, dass 95 % des Hämoglobins in deinem arteriellen Blut mit Sauerstoff gesättigt sind. Für gesunde Erwachsene gelten Werte zwischen 95 % und 99 % als normal. Werte unter 94 % können auf eine erniedrigte Sauerstoffsättigung hinweisen und sollten ärztlich abgeklärt werden, insbesondere wenn sie dauerhaft auftreten oder von Symptomen wie Atemnot begleitet werden.

Anleitung: So misst du mit dem Pulsoximeter richtig

Eine korrekte Messung ist entscheidend für verlässliche Werte. Setze oder stelle dich für die Messung ruhig hin und warte einige Minuten, bis dein Kreislauf stabil ist. Verwende vorzugsweise den Zeige- oder Mittelfinger für die Messung. Achte darauf, dass deine Finger warm sind und sich kein Nagellack auf dem Fingernagel befindet, da beides die Messung verfälschen kann. Halte die Hand während der Messung still, bis ein stabiler Wert auf dem Display angezeigt wird.

Was kann die Messung der Sauerstoffsättigung verfälschen?

Um präzise Messergebnisse zu erhalten, ist es wichtig, mögliche Fehlerquellen zu kennen und zu vermeiden. Faktoren wie kalte Hände, dunkler Nagellack, Bewegungen während der Messung oder eine unzureichende Durchblutung können die Anzeige verfälschen. Auch bestimmte medizinische Bedingungen oder Medikamente können die Genauigkeit beeinflussen. Achte darauf, dass du ruhig bist und dein Finger gut platziert ist, um verlässliche Werte zu erhalten.

Für wen ist die Nutzung eines Pulsoximeters sinnvoll?

Pulsoximeter werden in verschiedenen Situationen eingesetzt, in denen die Kontrolle des Sauerstoffgehalts im Blut und der Herzfrequenz notwendig ist.

Während Ärzte und Notärzte anhand des Sauerstoffgehalts Medikamente geben und verordnen, dient das Pulsoximeter im häuslichen Gebrauch der Pflege und Gesundheitsüberwachung.

Eine Vielzahl von Menschen leidet unter chronischen oder akuten Atemwegserkrankungen. Zu den Erkrankungen zählen beispielsweise Asthma Bronchiale, chronisch obstruktive Lungenerkrankungen (COPD), Lungenfibrosen, Lungenemphyseme (Überblähung der Lungenbläschen) und Lungenödeme. All diese Erkrankungen benötigen eine ärztliche Betreuung. Bei dieser Patientengruppe spielt die Messung der Sauerstoffsättigung im Blut eine wichtige Rolle, da sie Aufschluss über eine Beeinträchtigung der Sauerstoffversorgung des Körpers geben kann.

Auch bei Menschen mit Long Covid und Schlafapnoe kann eine Kontrolle des Sauerstoffgehalts mit einem Pulsoximeter sinnvoll sein. Daneben ist bei allen Patienten mit einer fortgeschrittenen Leistungsschwäche des Herzens (Herzinsuffizienz) die Messung der arteriellen Sauerstoffsättigung von größter Bedeutung.

Bei gesunden Menschen ist die Anwendung eines Pulsoximeters in Situationen sinnvoll, in denen der Sauerstoffgehalt der Umgebungsluft erniedrigt ist oder sein kann. Dies ist vor allem bei Aufenthalten in großen Höhen wie beispielsweise bei Alpinsport, Reisenden in Hochgebirgsgebiete und bei Flugsportanwendungen der Fall. Hier kann die erniedrigte Sauerstoffsättigung direkt zu einem gesundheitsgefährdenden Risiko führen. In großen Höhen muss die Sauerstoffsättigung anders interpretiert werden. In hochgelegenen Gebieten von etwa 1600 Metern über Meeresspiegel ist beispielsweise eine Sauerstoffsättigung von 92% bis 94% normal.

Die Beurer Pulsoximeter eignen sich perfekt für Risikopatienten wie auch für Sportler. Die Produkte sind klein, leicht und passen in jede Tasche.

Mobile Messung: Ein Mann sitzt entspannt draußen und hält ein kompaktes Beurer Pulsoximeter bereit, um seinen Sauerstoffgehalt zu messen.

Mögliche Symptome einer zu niedrigen Sauerstoffsättigung

Eine zu niedrige Sauerstoffsättigung im Blut, auch als Hypoxämie bezeichnet, kann verschiedene Probleme verursachen. Es ist wichtig zu beachten, dass die Schwere der Symptome vom Grad der Hypoxämie abhängt.

Mögliche Symptome einer zu niedrigen Sauerstoffsättigung sind:

  • Kurzatmigkeit
  • Herzrasen
  • Verwirrtheit
  • Gefühl der Atemnot
  • Reizbarkeit
  • Unruhe
  • Vermehrtes Schwitzen
  • Blauverfärbung der Haut und Schleimhäute

Quellen: 

1 „gesundheit.gv.at (Öffentliches Gesundheitsportal Österreichs)“: Definition der Sauerstoffsättigung und Angabe von Normwerten.
2 DocCheck Flexikon: Medizinische Definitionen und physiologische Zusammenhänge der Sauerstoffbindungskurve.

Häufig gestellte Fragen

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