LE 150 und LE 250 im Überblick
Beschlagene Scheiben am Morgen, Wäsche, die tagelang klamm bleibt, ein Keller mit modrigem Geruch: Solche Zeichen zeigen, dass die Raumluft mehr Feuchtigkeit enthält, als der Raum vertragen kann. Dieser Ratgeber zeigt dir, welche Entfeuchtungsleistung dein Keller oder Schlafzimmer braucht und welches Gerät dazu passt. Wir stellen dir die beiden Modelle LE 150 und LE 250 vor und ordnen ihre Angaben den Räumen zu, in denen im Alltag Feuchtigkeit anfällt.
Beide Modelle arbeiten nach demselben Prinzip: Sie saugen Raumluft an, führen sie über eine gekühlte Oberfläche und sammeln das dabei kondensierte Wasser in einem Tank. Die Feuchtigkeit wird also aus der Luft geholt, nicht aus der Wand. Welches Modell zu deinem Raum passt, hängt von dessen Größe, Temperatur und Nutzung ab. Die folgenden Abschnitte gehen darauf der Reihe nach ein.
- Kältemittel R-290 (Propangas) in beiden Geräten
- Auswaschbarer Vorfilter, der Staub und Flusen aus der Ansaugung zurückhält
- Tragegriff und Fußrollen für eine einfache Handhabung
- 2,5 Meter langes Netzkabel
- Überlaufschutz mit Abschaltautomatik, Warnleuchte und Warnsignal, sobald der Tank voll ist
- Mitgelieferter Kondensatschlauch für den Anschluss an einen Abfluss
Diese Grundausstattung ist auf den Dauerbetrieb im Wohnbereich ausgelegt. Laut Gebrauchsanweisung sind beide Geräte ausschließlich für geschlossene Innenräume bestimmt, Feuchträume und unbelüftete Keller sind ausgeschlossen, und sie stehen nicht in unmittelbarer Umgebung von Badewannen und Duschen. Welche Räume damit gemeint sind und wo das Gerät am besten steht, zeigen die nächsten Abschnitte.
Entfeuchtungsleistung und Raumgröße richtig lesen
Ein Luftentfeuchter wird nach zwei Fragen ausgewählt: Wie groß ist der Raum, und wo steht das Gerät? Der Hintergrund: In einem Vier-Personen-Haushalt entstehen durch die gewöhnliche Nutzung der Wohnung täglich rund 12 Liter Feuchtigkeit in Form von Wasserdampf[1]. Lüften allein trägt diese Menge nicht immer nach draußen, besonders nicht in kühlen Räumen. Für diese Aufgabe stehen zwei Modelle zur Wahl, der LE 150 und der LE 250, die sich genau an diesen zwei Fragen orientieren.
Die Entfeuchtungsleistung ist die Zahl, an der du ablesen kannst, ob ein Gerät für deinen Raum ausreicht. Sie sagt aus, wie viel Wasser das Gerät innerhalb von 24 Stunden aus der Luft ziehen kann. Beim LE 150 sind das bis zu 12 Liter, beim LE 250 bis zu 20 Liter pro Tag. Dazu kommt die empfohlene Raumgröße: bis etwa 30 Quadratmeter beim LE 150 und bis etwa 60 Quadratmeter beim LE 250.
Wichtig zu wissen: Beide Angaben gelten laut Gebrauchsanweisung bei 30 °C und 80 % relativer Luftfeuchtigkeit. Das sind die Referenzbedingungen, unter denen die Herstellerangabe ermittelt wird. In kühleren Räumen entfeuchtet jedes Gerät entsprechend weniger, und wir rechnen dir deshalb bewusst keine Werte für kühlere Keller aus. Für die Auswahl zwischen beiden Modellen bleibt die Raumgröße der verlässlichste Anhaltspunkt, zusammen mit der Frage, wie feucht der Raum im Alltag ist.
| Merkmal | LE 150 | LE 250 |
|---|---|---|
| Entfeuchtungsleistung | 12 l / 24 h | 20 l / 24 h |
| Empfohlene Raumgröße | bis ca. 30 m² | bis ca. 60 m² |
| Wassertank | 2,0 l | 4,0 l |
| Leistungsaufnahme | 200 W | 330 W |
Auch das Tankvolumen gehört zur Praxis: Je größer die Entfeuchtungsleistung, desto schneller füllt sich der Behälter. Der 4,0-Liter-Tank des LE 250 muss seltener geleert werden als der 2,0-Liter-Tank des LE 150. Wer das Gerät über mehrere Tage laufen lässt, etwa in einem Kellerraum, umgeht das Leeren ganz, indem er den mitgelieferten Kondensatschlauch anschließt. Wie das im Keller konkret aussieht, steht im nächsten Abschnitt.
Zielwerte geben dir die Orientierung, die du brauchst, um Feuchtigkeit einzuschätzen, statt zu raten. Beide Luftentfeuchter arbeiten dafür mit festen Zielbereichen, die in der Gebrauchsanweisung stehen, und übernehmen die Regulierung auf Wunsch selbst. Welche Werte das sind, steht in den folgenden Absätzen.
Im Automatikmodus entfeuchtet das Gerät die Raumluft so, dass sich die Luftfeuchtigkeit immer zwischen 45 und 55 Prozent befindet. Wer einen eigenen Wert festlegen möchte, wählt die Wunschfeuchte frei zwischen 30 und 80 Prozent aus, in 5-%-Schritten. Erreicht das Gerät den eingestellten Zielwert, stoppt es die Entfeuchtung von selbst und nimmt sie wieder auf, sobald die Luftfeuchte steigt.
- Automatikmodus: hält die Luftfeuchtigkeit konstant zwischen 45 % und 55 %
- Wunschfeuchte: frei einstellbar von 30 % bis 80 %, in 5-%-Schritten
- Farbige Anzeige der aktuellen Luftfeuchtigkeit: grün bei 45 bis 65 %, rot über 65 %
- Timer: 1 bis 24 Stunden, in 1-Stunden-Schritten
Die farbige Anzeige zeigt dir jederzeit, in welchem Bereich sich dein Raum gerade bewegt: Leuchtet das Display grün, liegt die Luftfeuchtigkeit zwischen 45 und 65 Prozent, leuchtet es rot, liegt sie über 65 Prozent. So erkennst du auf einen Blick, ob die Luftfeuchtigkeit im grünen Bereich liegt. Wie du deine Werte einordnest und mit dem richtigen Lüften kombinierst, beschreibt unser Magazin-Ratgeber Luftfeuchtigkeit senken.
Keller: Aufstellort, Temperatur und Kondensatschlauch
Der Keller ist für beide Geräte ein passender Einsatzort, solange er regelmäßig gelüftet wird: ein Hobbyraum, ein Vorrats- oder Abstellraum oder eine Souterrainwohnung. Laut Gebrauchsanweisung sind die Geräte für geschlossene Innenräume bestimmt, Feuchträume und unbelüftete Keller sind ausgeschlossen. Ein Kellerraum, den du regelmäßig lüftest, erfüllt diese Voraussetzung.
Die Temperatur entscheidet über die Leistung. Zur Erbringung optimaler Leistung sind die Geräte zwischen 5 °C und 30 °C ausgelegt; unter 5 °C schaltet das Gerät zum Selbstschutz ab, angezeigt durch „CL“. Zwischen 5 °C und 16 °C taut die elektrische Abtauautomatik das Gerät für 10 Minuten ab, damit sich kein Eis an den gekühlten Oberflächen bildet. In einem beheizbaren Hobbyraum oder einer Souterrainwohnung bleibt das Gerät also auch im Winter im Einsatz.
- Auf einem ebenen, festen und wasserunempfindlichen Untergrund aufstellen
- Mindestens 50 cm Freiraum zu allen Seiten halten
- Nur in Räumen mit einer Grundfläche über 4 m² betreiben
- Vor der ersten Inbetriebnahme mindestens 24 Stunden senkrecht ruhen lassen
Für die Dauerentfeuchtung schließt du den mitgelieferten Kondensatschlauch mit Gefälle an einen Abfluss an, dann läuft das Kondenswasser direkt ab und der Tank bleibt unberührt. Laut Gebrauchsanweisung führst du den Schlauch bei niedrigen Temperaturen nicht nach draußen, damit das Wasser nicht im Schlauch friert. So entfeuchtet das Gerät dauerhaft, ohne dass du den Tank leeren musst.
Zum Lüften im Keller gehört ein saisonaler Rhythmus: Das Umweltbundesamt empfiehlt, Kellerräume im Sommer nicht am Tag, sondern vorzugsweise nachts bzw. in den kühlen Morgenstunden zu lüften, weil sonst warme, feuchte Luft an den kalten Kellerwänden kondensiert.[2] Das VerbraucherFenster Hessen gibt denselben Hinweis für die warme Jahreszeit.[3] Im Winter kann in Kellerräumen zu jeder Tageszeit gelüftet werden. Lüften und Luftentfeuchter arbeiten dabei an derselben Aufgabe, jede zu ihrer Tageszeit.
Schlafzimmer und Wohnräume: Nachtmodus, Automatik, Wäsche
Im Schlafzimmer und Wohnraum kommt die Feuchtigkeit aus dem Alltag selbst: aus dem Atmen über Nacht, dem Kochen, dem Duschen und der Wäsche, die in der Wohnung trocknet. Pro erwachsener Person sammeln sich dadurch etwa 1 bis 2 Liter Wasser am Tag in der Raumluft.[4] Genau hier ergänzen sich Lüften und Luftentfeuchter: Das eine tauscht die Luft aus, das andere hält die Feuchte dazwischen im Zaum.
Was heißt das für die Auswahl? Je größer die Fläche und je mehr Feuchtequellen in einem Raum zusammenkommen, desto mehr Entfeuchtungsleistung muss das Gerät abführen. Haustiere und Zimmerpflanzen tragen zusätzlich zur Raumluftfeuchte bei[4]. Ein Schlafzimmer mit zwei Personen liegt damit im Bereich des LE 150, eine große Wohnfläche mit Wäsche und Pflanzen eher beim LE 250.
- Nachtmodus: Betrieb ohne störende Beleuchtung und Signaltöne, alle anderen LEDs und Tastentöne sind ausgeschaltet
- Wäschetrocknungs-Modus: wirkt der Luftfeuchtigkeit entgegen, wenn Kleidung in Wohnräumen trocknet, und kann das Trocknen beschleunigen
Der Wäschetrocknungs-Modus ist für alle gedacht, deren Wäsche auf dem Wäscheständer im Wohnraum trocknet. Laut Gebrauchsanweisung hängst du die Wäsche dabei nie auf oder über das Gerät, damit kein Wasser hineinfließen kann. Der Nachtmodus dimmt die Anzeige ab und schaltet die Töne aus, sodass das Gerät unauffällig neben dem Bett laufen kann.
Zum Tagesrhythmus passt das gut zusammen: Das Umweltbundesamt empfiehlt, Schlafzimmer vor dem Schlafengehen und morgens nach dem Aufstehen intensiv mit weit geöffnetem Fenster über Stoß zu lüften und die Tür zu kühleren Schlafzimmern geschlossen zu halten[2]. Zwischen diesen Lüftungsstößen übernimmt der Luftentfeuchter die Feuchte aus Atmen, Wäsche und Duschen. Beide Maßnahmen laufen so nebeneinander her, ohne sich gegenseitig zu verdrängen.
Wo ein Luftentfeuchter an seine Grenze kommt
Eine Grenze verdient es, klar benannt zu werden: Feuchtigkeit, die durch die Bausubstanz in den Raum eindringt. Das Umweltbundesamt beschreibt, dass bei vielen Gebäuden, die vor dem Zweiten Weltkrieg gebaut wurden, aber auch bei vielen Nachkriegsbauten, die Abdichtung der Kellerwände nach außen und zur Bodenwanne fehlt, wodurch es zu einer direkten Durchfeuchtung der Wände kommt.[2]
In einem solchen Fall klärt eine Fachfirma die Ursache und die bauliche Abhilfe. Dass ein feuchter Keller nicht allein durch Lüften trockener wird, beschreibt auch die Hessische Energiespar-Aktion: Wer den feuchten Keller im Sommer bei warmer Außenluft lüftet, verstärkt die Feuchte sogar[3]. Während die Ursache geklärt wird, hält der Luftentfeuchter die Raumluft trocken und begleitet die Sanierung.
Damit ist die Rolle des Geräts genau umrissen: Es senkt die Feuchtigkeit in der Luft eines geschlossenen, regelmäßig gelüfteten Raums und zeigt dir über die farbige Anzeige, wo du stehst. Was über die Raumluft hinausgeht, nämlich Wände, Abdichtung und Bausubstanz, gehört in die Hände von Fachleuten.
Welcher Luftentfeuchter zu welchem Raum passt
Die Wahl fällt leicht, wenn du Raumgröße und Einsatzort zusammennimmst. Beide Modelle teilen sich die Ausstattung, den Unterschied macht die Leistung:
- Schlafzimmer, Wohnraum oder kleinerer Kellerraum bis ca. 30 m²: der LE 150 mit bis zu 12 Litern Entfeuchtungsleistung pro Tag und 2,0-Liter-Tank
- Großer oder gut belüfteter Keller, Souterrainwohnung bis ca. 60 m² und Dauerentfeuchtung mit Kondensatschlauch: der LE 250 mit bis zu 20 Litern pro Tag und 4,0-Liter-Tank
Für Schlafzimmer und Räume bis etwa 30 Quadratmeter ist der LE 150 die passende Wahl: Er bringt dieselben Modi mit, vom Automatikbetrieb über den Nachtmodus bis zur Wäschetrocknung, und passt mit seinen Maßen auch in kleinere Räume.
Für größere Kellerräume, gut belüftete Keller und Souterrainwohnungen bis etwa 60 Quadratmeter empfehlen wir den LE 250. Er entzieht der Raumluft täglich bis zu 20 Liter Wasser, hält im Automatikmodus die Luftfeuchtigkeit zwischen 45 und 55 Prozent und läuft über den mitgelieferten Kondensatschlauch auch über längere Zeit, ohne dass du den 4,0-Liter-Tank leeren musst. Alle Angaben, Funktionen und das aktuelle Modell findest du auf der Produktseite zum Luftentfeuchter LE 250.
Passt das auf deinen Raum? Luftentfeuchter LE 250 auf beurer.com ansehen. Die gesamte Auswahl findest du in der Übersicht Luftentfeuchter von Beurer.
Häufig gestellte Fragen
Häufig gestellte Fragen
Welcher Luftentfeuchter ist der beste?
Den einen besten Luftentfeuchter gibt es nicht, die Wahl hängt von Raumgröße und Einsatzort ab. Bis ca. 30 m² reicht der LE 150 mit bis zu 12 l pro 24 h. Für Räume bis ca. 60 m² und die Dauerentfeuchtung ist der LE 250 mit bis zu 20 l pro 24 h die stärkere Wahl.
Welcher Luftentfeuchter für den Keller?
Im Keller passt ein Luftentfeuchter in regelmäßig belüftete Kellerräume, die über 5 °C bleiben, etwa Hobby-, Vorrats- oder Abstellräume. Für einen großen oder gut belüfteten Keller mit Dauerentfeuchtung über den Kondensatschlauch ist der LE 250 ausgelegt, für kleinere Räume der LE 150.
Ist 70 Luftfeuchtigkeit im Keller zu hoch?
Dieser Wert liegt über dem Bereich, den die Geräte als optimal anzeigen: Die farbige Anzeige leuchtet grün bei 45 bis 65 % und rot darüber. Im Automatikmodus entfeuchten LE 150 und LE 250 den Raum auf einen Wert zwischen 45 und 55 %.
Welcher Luftentfeuchter gegen Schimmel im Schlafzimmer?
Für Schlafzimmer bis ca. 30 m² ist der LE 150 ausgelegt, für größere Wohnräume bis ca. 60 m² der LE 250. Beide senken die Luftfeuchtigkeit auf die eingestellte Wunschfeuchte zwischen 30 % und 80 % und arbeiten im Nachtmodus ohne störende Beleuchtung und Signaltöne.
Wie viel Strom verbraucht ein Luftentfeuchter im Dauerbetrieb?
Die Leistungsaufnahme beträgt 200 W beim LE 150 und 330 W beim LE 250, jeweils bezogen auf 30 °C und 80 % relative Luftfeuchtigkeit. Wie viel Strom im Alltag tatsächlich verbraucht wird, hängt von der Laufzeit und dem eingestellten Modus ab.
