🎂 Unser Birthday Sale ist da
Unser Geburtstag. Dein Geschenk. 🎁

15% Geburtstagsrabatt1 auf alles ab 69 €. Exklusiv für Newsletter-Abonnenten und nur für kurze Zeit!

Jetzt anmelden!
HEALTHY. LIFE. Style.
Beurer Magazin
Ein Mann mittleren Alters sitzt an einem weißen Tisch im Wohnzimmer und nutzt konzentriert ein Oberarm-Blutdruckmessgerät.

Blutdruck meistern

Niedriger Blutdruck bei Herzschwäche: Wann kontrollieren

In Kürze: Dieser Ratgeber zeigt dir, wann niedrige Werte bei Herzschwäche ärztlich besprochen gehören und wie du sie mit dem Beurer BM 96 von beurer.com für den Arzttermin dokumentierst.

Niedriger Blutdruck bei Herzschwäche: Wann kontrollieren

Warum niedrige Werte bei Herzschwäche gewollt sein können

Niedrige Blutdruckwerte bekommen bei Herzschwäche eine andere Bedeutung als bei einem gesunden Kreislauf. Bluthochdruck zählt zwar zu den wichtigsten Risikofaktoren für die Entstehung einer chronischen Herzinsuffizienz mit eingeschränkter Pumpfunktion, bei bestehender Erkrankung kehren sich die Vorzeichen jedoch um: In Studien aus den letzten Jahrzehnten hatten diejenigen Betroffenen das höchste Sterberisiko, die den niedrigsten Blutdruck zeigten, besonders mit einem systolischen Wert unter 110 mmHg und einem diastolischen Wert unter 60 mmHg[1].

Ein Teil dieser niedrigen Werte ist Ausdruck der Therapie selbst. Zur Behandlung einer Herzschwäche gehören unter anderem harntreibende und gefäßerweiternde Mittel, und auch ihr Einsatz kann ursächlich für niedrigen Blutdruck sein[2]. Die Medikamentendosis wird dabei schrittweise angepasst: Ein zu Beginn niedrig dosierter Betablocker kann im Verlauf gesteigert werden, und ausgerechnet die Gruppe mit dem niedrigsten Blutdruck bei Therapiebeginn profitierte in den Zulassungsstudien am meisten von dieser Behandlung[1].

  • Vor der Erkrankung gilt hoher Blutdruck als Risikofaktor, nach der Diagnose verschiebt sich die Einordnung.
  • Blutdrucksenkende Medikamente der Herzinsuffizienz-Therapie senken den Blutdruck oft mit ab.
  • Ob ein niedriger Wert problematisch ist, entscheidet sich deshalb am Einzelfall, nicht an einer festen Grenze.

Die Deutsche Hochdruckliga stellt klar, dass es keinen festgelegten optimalen Blutdruckzielwert für Patienten mit Herzinsuffizienz gibt[3]. Nach Einschätzung von Adlbrecht und Wurm haben asymptomatische Blutdruckveränderungen keinen Einfluss auf den Behandlungserfolg, und die spezifische Therapie der Herzinsuffizienz soll unabhängig davon verschrieben und auftitriert werden[1]. Ein niedriger Wert ist also nicht automatisch ein Problem, aber er ist auch nicht automatisch harmlos. Worauf es ankommt, ist der Verlauf, und genau den kannst du zu Hause erfassen.

Was die Messung zu Hause zur Therapie beiträgt

Die Selbstmessung zu Hause liefert Verlaufswerte, die in der Praxis fehlen. Ein einzelner Messwert sagt wenig, denn der Blutdruck schwankt über den Tag und zwischen Tagen. Aussagekräftig wird die Selbstmessung durch Regelmäßigkeit und Mittelwerte über mehrere Tage, üblicherweise morgens und abends. Genau diese Verlaufswerte sind es, die in einem Arztgespräch nützen, nicht der eine auffällige Einzelwert.

Das BM 96 berechnet deshalb den Durchschnitt des Morgen- und Abendblutdrucks der letzten 7 Tage sowie den Gesamtdurchschnitt aller gespeicherten Messwerte. Du musst die Werte nicht selbst zusammenrechnen, sondern kannst die gebildeten Durchschnittswerte direkt für das Gespräch in der Praxis nutzen.

Eine Frau misst lächelnd und entspannt ihren Blutdruck mit einem Oberarm-Blutdruckmessgerät in wohnlicher Atmosphäre.

Gerade bei niedrigem Blutdruck und bei eingeschränkter Nierenfunktion gelten engmaschige Kontrollen als unumgänglich[1]. Wichtig ist die Grenze: Ein Blutdruckmessgerät für zu Hause liefert Werte für die Verlaufsbeobachtung und für das Arztgespräch, es stellt keine Diagnose und ersetzt keine ärztliche Abklärung.

Wann und wie oft bei Herzschwäche gemessen wird

Üblich ist die Selbstmessung morgens und abends über mehrere Tage, etwa zwei Wochen vor einem Arzttermin. So entsteht ein Verlauf, der beide Tageszeiten abbildet und aus dem sich Mittelwerte bilden lassen. Damit die Werte vergleichbar bleiben, hilft eine feste Routine:

  1. Messe unter ähnlichen Bedingungen, im Sitzen, nach einer kurzen Ruhepause.
  2. Lege den Arm so ab, dass die Manschette etwa auf Herzhöhe liegt.
  3. Lege zwischen aufeinanderfolgenden Messungen mindestens eine Pause von 1 Minute ein.
  4. Prüfe, ob Datum und Uhrzeit am Gerät stimmen, damit jede Messung richtig zugeordnet wird.

Das BM 96 bietet dafür Speicher für 2 Benutzer mit je 60 Messwerten, und jede Messung wird mit Datum und Uhrzeit gespeichert. Wer für einen Angehörigen mitmisst oder sich selbst und die eigenen Werte trennen möchte, kann so zwei getrennte Verläufe führen, ohne etwas handschriftlich zu übertragen.

Wie engmaschig die Kontrolle im Einzelfall sein muss, entscheidet die behandelnde Praxis. Dass engmaschige Kontrollen gerade bei niedrigem Blutdruck wichtig sind, betonen auch Adlbrecht und Wurm[1]. Wenn deine Ärztin oder dein Arzt ein anderes Messintervall vereinbart, gilt deren Vorgabe.

Messwerte und Tabletteneinnahme für den Arzttermin festhalten

Für den Arzttermin zählen nicht Einzelwerte, sondern ein sauber dokumentierter Verlauf samt Zeitpunkt der Tabletteneinnahme. Erst die Kombination aus Wert, Uhrzeit und Medikamenteneinnahme zeigt, ob ein niedriger Wert etwa kurz nach der morgendlichen Tablette auftritt oder unabhängig davon. Das BM 96 überträgt die Werte per Bluetooth® in die zugehörige App oder per USB-Kabel an den PC, und im Lieferumfang liegen ein Blutdruckpass sowie ein Anhang für den behandelnden Arzt.

  • Messwert mit Datum und Uhrzeit, wie das Gerät ihn speichert.
  • Zeitpunkt der Tabletteneinnahme und welches Medikament, als eigene Notiz.
  • Beschwerden wie Schwindel oder Benommenheit, falls sie rund um die Messung auftreten.
  • Die gebildeten Durchschnittswerte des Geräts für die letzten 7 Tage.

Wie du die digitale Dokumentation praktisch aufsetzt, beschreiben wir ausführlich im Ratgeber Blutdruck per App dokumentieren. Deine Aufzeichnung liefert die Grundlage, auf der die Praxis solche Entscheidungen trifft.

Warnzeichen, bei denen niedrige Werte ärztlich geklärt gehören

Nicht jeder niedrige Wert ist harmlos, bestimmte Beschwerden gehören ärztlich geklärt. Der Ratgeber Herzinsuffizienz listet die typischen Anzeichen einer Hypotonie auf, die auch dann ernst zu nehmen sind, wenn du die Werte ohnehin im Blick hast[2]:

  • Schwindel und Benommenheitsgefühl, etwa wenn dir schwarz vor Augen wird.
  • Morgendliche Antriebsschwäche, wenn der Start in den Tag ungewöhnlich schwerfällt.
  • Kopfschmerzen, häufig stechend oder pulsierend.
  • Kältegefühl in Händen und Füßen.
  • Herzrasen und ein Engegefühl in der Brust.

Bei Schwindelgefühlen, Ohrensausen und Benommenheit ist Vorsicht geboten: Schlimmstenfalls werden Betroffene ohnmächtig, was beispielsweise beim Autofahren lebensbedrohliche Folgen haben kann[2]. Eine Ohnmacht gehört deshalb immer ärztlich besprochen, auch wenn sie nur einmal auftrat. Die Deutsche Herzstiftung behandelt in ihrer Sprechstunde zudem die Frage, ob bei niedrigem Blutdruck die Organe ausreichend durchblutet werden[4].

Bei symptomatischer Hypotonie kann eine Dosisanpassung nötig werden, sie erfolgt ausschließlich durch die Ärztin oder den Arzt[1]. Wenn Beschwerden aus der Liste oben hinzukommen, bringe deine dokumentierten Werte zeitnah ins Gespräch, statt auf eine Verbesserung von allein zu warten.

Was Arrhythmie-Symbol und EKG-Aufzeichnung aussagen

Das Arrhythmie-Symbol auf dem Messgerät ist ein Hinweis, kein Befund. Es weist auf eine mögliche Herzrhythmus-Unregelmäßigkeit hin. Der Hinweis lautet, den Blutdruck erneut zu messen und bei wiederholtem Auftreten ärztlichen Rat einzuholen. Die Beurteilung, was hinter einer solchen Unregelmäßigkeit steckt, bleibt ärztliche Aufgabe.

Das BM 96 geht einen Schritt weiter als die reine Warnung: Mit dem 1-Kanal-EKG und dem EKG-Stick zeichnet das Gerät den Herzrhythmus auf. Wichtig zu wissen: EKG- und Blutdruckmessung laufen nacheinander ab, nicht gleichzeitig. Die Aufzeichnung teilst du mit der Ärztin oder dem Arzt, die oder der sie beurteilt. Ein Hinweis der Gebrauchsanweisung gilt dabei besonders für Menschen mit Herzschwäche: Personen mit elektrischen Implantaten, etwa einem Herzschrittmacher oder einem implantierten Defibrillator (ICD), dürfen das Gerät nicht verwenden, da die Messung das Implantat stören kann[5].

BM 96 – Blutdruckmessgerät mit EKG-Funktion, Produktaufnahme
BM 96 – Blutdruckmessgerät mit EKG-Funktion

Dass eine solche Aufzeichnung sinnvoll sein kann, zeigt der Blick auf die Ursachen: Zu den Ursachen einer Herzinsuffizienz zählen dauerhafte Herzrhythmusstörungen wie das sogenannte Vorhofflimmern[6]. Blutdruckwerte und EKG-Aufzeichnung aus einem Gerät geben der Praxis damit zwei zusammenpassende Informationsquellen an die Hand, die sie selbst beurteilt.

Das Beurer BM 96 für Blutdruck und EKG

Wer bei Herzschwäche Blutdruck und Herzrhythmus in einem Verlauf dokumentieren will, braucht ein Gerät, das beides aufzeichnet. Das BM 96 ist ein Oberarm-Blutdruckmessgerät mit EKG-Funktion und vereint beide Messungen in einem Gerät. Wichtig vor der Nutzung: Laut Gebrauchsanweisung darf das Gerät von Personen mit elektrischen Implantaten wie einem Herzschrittmacher oder einem implantierten Defibrillator (ICD) nicht verwendet werden[5]. Die Ausstattung im Überblick:

  • Universalmanschette für Oberarmumfänge von 22 bis 42 cm.
  • Manschetten-Sitzkontrolle für das korrekte Anlegen der Manschette am Oberarm.
  • Großes, übersichtliches und beleuchtetes Display.
  • 5 Jahre Garantie.

Die Manschettengröße ist dabei die häufigste vermeidbare Fehlerquelle bei der Blutdruckmessung: Eine Manschette, die nicht zum Oberarmumfang passt, verfälscht die Werte. Oberarmgeräte gelten für die Heimanwendung als die robustere Bauform, weil die Manschette annähernd auf Herzhöhe sitzt; die passende Bauform findest du in unserer Kategorie der Oberarm-Blutdruckmessgeräte. Einen Überblick über alle Bauformen gibt die Kategorieseite.

Damit verlässt du diese Seite nicht mit einer Übersicht, sondern mit einem Plan: Zwei Wochen morgens und abends messen, die Tabletteneinnahme mitnotieren und die Durchschnittswerte des BM 96 zum nächsten Termin mitnehmen. Auf der Produktseite des BM 96 findest du alle Funktionen des Kombigeräts aus Blutdruckmessung und 1-Kanal-EKG sowie die Details zur Anbindung an die App „beurer HealthManager Pro“.

Häufig gestellte Fragen

Was bedeutet niedriger Blutdruck bei Herzinsuffizienz?

Ein niedriger Wert ist bei Herzschwäche häufig eine Begleiterscheinung der Behandlung. Harntreibende und gefäßerweiternde Mittel, die zur Therapie der Herzinsuffizienz gehören, senken den Blutdruck oft mit ab. Ein beschwerdefreier niedriger Wert ist deshalb allein kein Alarmzeichen. Die Einordnung deines Werts übernimmt deine Ärztin oder dein Arzt.

Kann man einen Schlaganfall bekommen, wenn man niedrigen Blutdruck hat?

Niedriger Blutdruck gilt gemeinhin nicht als klassischer Schlaganfall-Risikofaktor. Bei Menschen mit Herzinsuffizienz zeigen Studien jedoch, dass sehr niedrige systolische Werte mit einem erhöhten Risiko für kardiale Ereignisse verbunden sein können. Wiederkehrende niedrige Werte mit Schwindel oder Benommenheit solltest du deshalb ärztlich abklären lassen, statt sie nur zu beobachten.

Was tun, wenn Blutdrucksenker den Blutdruck zu niedrig machen?

Setze Medikamente nie selbst ab und verändere keine Dosis, das entscheidet ausschließlich die Ärztin oder der Arzt. Notiere deine Werte und etwaige Beschwerden über ein bis zwei Wochen und bringe die Dokumentation zum Termin. Nur mit diesem Verlauf lässt sich die Therapie sinnvoll anpassen, ohne dass die Behandlung der Herzschwäche leidet.

Wie oft sollte man bei Herzschwäche den Blutdruck messen?

Üblich ist die Selbstmessung morgens und abends über mehrere Tage, etwa zwei Wochen vor einem Arzttermin. Das BM 96 speichert 60 Messwerte pro Benutzer mit Datum und Uhrzeit und berechnet den Morgen- und Abendblutdruck der letzten 7 Tage. Wie engmaschig die Kontrolle in deinem Fall sein muss, entscheidet die behandelnde Praxis.

Quellen

  1. universimed.com
  2. ratgeber-herzinsuffizienz.de
  3. hochdruckliga.de
  4. herzstiftung.de
  5. pim.beurer.com
  6. dhzc.charite.de