Das Wichtigste in Kürze
- Die Manschettengröße ist der wichtigste Faktor für die Messgenauigkeit; eine zu kleine Manschette kann den Blutdruck um fast 20 mmHg überschätzen.
- Korrektes Anlegen bedeutet: 2-3 cm über der Ellenbeuge, Markierung über der Arterie und Positionierung auf Herzhöhe.
Die Wissenschaft hinter der Manschettengröße: Warum Zentimeter zählen
Es mag im ersten Moment nebensächlich erscheinen, ob eine Manschette ein paar Zentimeter zu weit oder zu eng sitzt, doch die medizinische Forschung zeichnet hier ein sehr deutliches Bild. Eine groß angelegte Studie der Johns-Hopkins-Universität, die sogenannte Cuff (SZ) -Studie (veröffentlicht 2023 im JAMA Internal Medicine), hat eindrucksvoll belegt, dass die Verwendung einer Standardmanschette bei Personen mit kräftigeren Oberarmen den systolischen Blutdruck um durchschnittlich 19,5 mmHg überschätzen kann. Das bedeutet: Du könntest fälschlicherweise als Hypertoniker eingestuft werden und Medikamente verschrieben bekommen, die du gar nicht benötigst, nur weil deine Manschette zu klein ist. Dieses Phänomen wird in Fachkreisen als "Miscuffing" bezeichnet und ist eine der häufigsten Fehlerquellen in der klinischen Praxis und bei der Heimmessung. Bei Menschen mit sehr schmalen Armen tritt der gegenteilige Effekt auf: Eine zu große Manschette führt hier zu einer Unterschätzung des Blutdrucks um etwa 3,6 mmHg, was dazu führen kann, dass eine behandlungsbedürftige Hypertonie unentdeckt bleibt.
Warum ist das physikalisch so zwingend? Das Prinzip hinter der oszillometrischen Blutdruckmessung, die fast alle modernen Heimgeräte nutzen, beruht darauf, dass die Manschette die Arteria brachialis im Oberarm vollständig abdrückt. Beim langsamen Ablassen des Drucks erfassen Sensoren die Schwingungen (Oszillationen) der Gefäßwand. Ist die Manschette für deinen Armumfang zu klein, muss das Gerät deutlich mehr pneumatischen Druck aufwenden, um das Gewebe zu komprimieren und die Arterie zu verschließen. Dieser zusätzliche Widerstand des Gewebes wird vom Sensor fälschlicherweise als höherer Innendruck der Arterie interpretiert. Man kann sich das wie bei einem Gartenschlauch vorstellen: Wenn du ihn mit einem zu schmalen Band abdrücken willst, musst du viel mehr Kraft aufwenden, als wenn du eine breite Fläche nutzt. Umgekehrt führt eine zu große Manschette oft zu unterschätzten Werten, da sie den Druck nicht gleichmäßig und effizient auf das Gewebe übertragen kann, was die Oszillationen dämpft. Hier greift das Gesetz von Laplace, welches besagt, dass die Spannung in der Wand eines Hohlkörpers (hier die Manschette) direkt proportional zum Innendruck und zum Radius ist.
Die Deutsche Hochdruckliga betont daher unermüdlich, dass die Manschette für Oberarmumfang und Armform individuell ausgewählt werden muss. Ein Einheitsmaß gibt es in der Medizin nicht. Bei Beurer haben wir diesen Bedarf frühzeitig erkannt. Geräte wie das BM 27, das BM 54 und das BM 59 sind standardmäßig mit Universalmanschetten ausgestattet, die einen Bereich von 22 bis 42 cm (beim BM 54 sogar bis 44 cm) abdeckenB. Dies stellt sicher, dass du auch bei Gewichtsveränderungen oder wenn verschiedene Familienmitglieder das Gerät nutzen, stets im validierten Bereich misst. Zudem ist die Länge der Luftblase (Bladder) entscheidend: Sie sollte mindestens 80 % deines Armumfangs umschließen, um eine homogene Druckverteilung zu gewährleisten.
- Zu kleine Manschette: Erzeugt einen künstlichen Widerstand, der die Werte massiv nach oben treibt (Gefahr der Überbehandlung und unnötiger Nebenwirkungen durch Medikamente).
- Zu große Manschette: Der Druck verpufft im Leeren, die Werte wirken gesund, obwohl sie es vielleicht nicht sind (Gefahr der Unterbehandlung und langfristiger Organschäden).
- Konische Armform: Besonders bei Sportlern mit ausgeprägtem Bizeps oder bei Adipositas ist die konische Form eine Herausforderung. Hier muss die Manschette so flexibel sein, dass sie oben und unten bündig abschließt, um Scherkräfte zu vermeiden. Beurer-Manschetten sind so konzipiert, dass sie sich dieser Anatomie anpassen.
- Materialsteifigkeit: Eine zu starre Manschette schmiegt sich nicht an, eine zu weiche verformt sich unter Druck. Die Beurer-Materialmischung ist exakt auf die Sensorik kalibriert, um Verformungsenergie zu minimieren.
- Breite der Manschette: Die Breite sollte etwa 40 % des Armumfangs betragen. Eine zu schmale Manschette erfordert einen höheren Aufpumpdruck, was wiederum zu Schmerzen und Stressreaktionen führen kann.
So ermittelst du deine ideale Manschettengröße
Bevor du dich für ein neues Blutdruckmessgerät entscheidest oder ein Ersatzteil bestellst, solltest du deinen Oberarmumfang präzise messen. Verlasse dich nicht auf Schätzungen oder die Größe deiner Kleidung, denn die Anatomie des Oberarms folgt eigenen Regeln. Wir empfehlen dir, die Messung an beiden Armen durchzuführen. Warum? Bei vielen Menschen gibt es eine physiologische Seitendifferenz des Blutdrucks. Liegt diese Differenz dauerhaft über 10 mmHg (systolisch), kann dies ein Hinweis auf Gefäßveränderungen sein und sollte ärztlich abgeklärt werden. Gemessen werden sollte langfristig an dem Arm, der die höheren Werte liefert. Entsprechend muss auch die Manschettengröße für diesen Arm perfekt passen. Die Messung erfolgt grundsätzlich am unbekleideten Oberarm, da selbst dünne Hemdenärmel beim Hochrollen einen Stau-Effekt (Tourniquet-Effekt) erzeugen können. Dieser Effekt schnürt den venösen Rückfluss ab, erhöht den Gewebedruck und verfälscht das Ergebnis massiv nach oben.
- Vorbereitung: Nimm ein flexibles Schneider-Maßband. Hast du keines zur Hand, nutze einen Bindfaden und miss diesen anschließend mit einem Lineal nach. Achte darauf, dass das Maßband nicht gedehnt ist.
- Haltung: Setze dich entspannt hin. Der Arm sollte locker hängen oder leicht angewinkelt auf einer Unterlage ruhen. Spanne den Bizeps auf keinen Fall an, da dies den Umfang künstlich vergrößert und die Weichteile verhärtet, was die Messung ungenau macht.
- Messpunkt finden: Die präziseste Stelle ist die Mitte zwischen dem knöchernen Vorsprung deiner Schulter (Akromion) und der Spitze deines Ellenbogens (Olekranon). Markiere dir diesen Punkt im Geist, um immer an der gleichen Stelle zu messen.
- Anlegen: Lege das Maßband eng an. Es sollte die Haut berühren, aber nicht einschneiden. Ein zu lockeres Maßband führt dazu, dass du eine zu große Manschette kaufst, die dann am Arm rutscht und während des Aufpumpens Falten wirft.
- Dokumentation: Notiere den Wert auf den Millimeter genau. Liegt er beispielsweise bei 33,5 cm, ist eine Universalmanschette (22–42 cm) ideal.
Solltest du einen Umfang von über 42 cm haben, ist das BM 54 mit seiner XL-Manschette für bis zu 44 cm eine hervorragende WahlB. Für extrem kräftige Arme bieten wir zudem spezielle XL-Ersatzmanschetten an, die bis zu 52 cm abdecken können. Ein kritischer Punkt ist die Kompatibilität: Verwende niemals eine Manschette eines Fremdherstellers. Jedes Beurer Gerät ist in einem aufwendigen Verfahren auf das spezifische Luftvolumen, den Strömungswiderstand des Schlauchs und die Dehnungseigenschaften der Original-Manschette kalibriert. Eine Fremdmanschette hat ein anderes Blähverhalten, was die klinisch validierte Genauigkeit beeinträchtigen kann. Achte auch auf die Form: Unsere Manschetten sind so konstruiert, dass sie sowohl zylindrische als auch leicht konische Arme umschließen, ohne Falten zu werfen. Falten in der Manschette führen zu punktuellen Druckspitzen auf der Haut, die den Sensor irritieren und zu Fehlermeldungen (z. B. Err 3 oder Err 4) führen können.
Zusätzlich solltest du beachten, dass sich der Armumfang im Laufe des Tages leicht verändern kann, etwa durch Wassereinlagerungen (Ödeme) am Abend. Wenn du zu Ödemen neigst, miss deinen Umfang am besten morgens nach dem Aufstehen, um die Basisgröße zu ermitteln. Falls du zwischen zwei Manschettengrößen schwankst, ist bei Beurer Geräten meist die größere Variante zu wählen, sofern dein Umfang noch im unteren Drittel des Bereichs der größeren Manschette liegt. Dies garantiert, dass die Luftblase den Arm ausreichend umschließt.
Manschette anlegen: Die Schritt-für-Schritt-Anleitung für zu Hause
Das korrekte Manschette anlegen ist die wichtigste Variable, die du selbst kontrollieren kannst. Selbst das teuerste Klinikgerät liefert unbrauchbare Daten, wenn die Manschette schief sitzt. Betrachte die Messung als ein kleines Ritual der Ruhe, um Fehlerquellen systematisch auszuschließen. Die Deutsche Hochdruckliga fordert eine Ruhephase von mindestens 5 Minuten vor der Messung. In dieser Zeit stabilisiert sich dein vegetatives Nervensystem und der Blutdruck sinkt auf sein Basalniveau. Vermeide in den 30 Minuten davor Koffein, Nikotin oder schwere Mahlzeiten. Setze dich aufrecht hin, lehne dich an (der Rücken muss gestützt sein!) und stelle beide Füße flach auf den Boden. Das Überschlagen der Beine kann den systolischen Wert durch den erhöhten Druck im Bauchraum und die Kompression der Beinvenen um bis zu 8 mmHg steigern.
Führe deinen Arm nun so durch die Manschettenschlaufe, dass der Schlauch mittig in der Ellenbeuge nach unten Richtung Handfläche verläuft. Die Platzierung ist entscheidend: Der untere Rand der Manschette muss exakt 2 bis 3 cm oberhalb der Ellenbeuge liegen. Warum? Dort liegt die Arteria brachialis am oberflächlichsten und kann am besten komprimiert werden. Liegt die Manschette zu tief, blockiert sie die Ellenbeuge und kann nicht gleichmäßig aufpumpen. Die Markierung (meist ein Pfeil oder eine farbige Linie) sollte genau über der Arterie an der Innenseite des Arms liegen. Schließe den Klettverschluss mit Bedacht. Die goldene Regel lautet: Es müssen noch zwei Finger (flach übereinander) bequem zwischen Manschette und Arm passen. Ist sie zu fest, schmerzt das Aufpumpen und verfälscht den Wert durch Stresshormone; ist sie zu locker, erreicht das Gerät den Verschlussdruck nicht rechtzeitig, was zu einer unnötig langen Kompressionszeit führt.
Ein oft unterschätzter Faktor ist die Herzhöhe. Dein Arm muss während der Messung so auf einem Tisch liegen, dass sich die Manschette auf der Höhe deines rechten Vorhofs befindet. Ist der Arm zu niedrig gelagert (z. B. Hängend), addiert sich der hydrostatische Druck der Blutsäule zum eigentlichen Blutdruck – das Ergebnis fällt zu hoch aus (ca. 0,75 mmHg pro Zentimeter Höhenunterschied). Liegt der Arm zu hoch, misst du zu niedrige Werte. Unsere modernen Geräte wie das BM 59 unterstützen dich hierbei aktiv: Die integrierte Manschettensitzkontrolle prüft während des Druckaufbaus, ob die Manschette korrekt geschlossen ist und gibt dir ein visuelles Signal im Display. Das nimmt dir die Unsicherheit und unterstützt dich dabei, möglichst verlässliche Ergebnisse zu erzielen. Achte auch darauf, während der Messung die Hand locker zu lassen – eine geballte Faust erhöht den peripheren Widerstand.
| Schritt | Detail-Check | Vermeidbarer Fehler |
|---|---|---|
| 1 | 5 Min. Stille ohne Smartphone | Stressbedingte Hochdruck-Spitzen durch digitale Reize |
| 2 | Abstand 2-3 cm zur Beuge | Blockade der Gelenkbewegung / falsche Sensorposition |
| 3 | Schlauchführung mittig | Verdrehen der Manschette verhindert korrekte Oszillation |
| 4 | 2-Finger-Regel (flach) | Stauungsschmerz oder zu spätes Ansprechen des Sensors |
| 5 | Herzhöhe (Tisch nutzen) | Hydrostatische Messfehler durch Schwerkraft-Effekt |
| 6 | Rücken anlehnen | Isometrische Muskelarbeit erhöht den Basisdruck |

Häufige Messfehler und wie du sie vermeidest
Neben der Technik gibt es eine Reihe von Verhaltensfehlern, die deine Statistik ruinieren können. Einer der gravierendsten ist das Sprechen. Selbst wenn du nur kurz auf eine Frage antwortest oder ein Haustier ansprichst, aktiviert das dein sympathisches Nervensystem und kann den systolischen Wert um 10 bis 15 mmHg in die Höhe treiben. Auch das aktive Zuhören bei einem spannenden Gespräch, das Lesen von Nachrichten oder das Fernsehen während der Messung ist kontraproduktiv. Stille ist hier tatsächlich Gold wert. Ein weiterer oft ignorierter Fehler ist die Messung bei Harndrang. Eine volle Blase kann den Blutdruck um bis zu 10 bis 15 mmHg erhöhen, da der Körper unter innerem Stress steht und das sympathische Nervensystem aktiviert wird.
Die sogenannte Weißkittelhypertonie ist ein bekanntes Phänomen: Die Anwesenheit von medizinischem Personal löst eine unbewusste Stressreaktion aus. Doch es gibt auch die "maskierte Hypertonie", bei der die Werte beim Arzt normal sind, aber im Alltag – etwa durch Arbeitsstress – gefährlich hoch liegen. Genau deshalb ist die Heimmessung so wertvoll. Um valide Daten zu erhalten, solltest du ein festes Schema verfolgen: Miss immer zur gleichen Zeit, idealerweise morgens direkt nach dem Aufstehen (vor dem Frühstück und vor der Medikamenteneinnahme) und abends vor dem Schlafengehen.
Achte zudem auf die Umgebungstemperatur. In einem kalten Badezimmer ziehen sich deine peripheren Gefäße zusammen (Vasokonstriktion), um Wärme zu sparen. Das erhöht den peripheren Widerstand und damit den Blutdruck. Eine angenehme Zimmertemperatur von etwa 20-22 Grad ist ideal. Falls du eine Kontrollmessung durchführen möchtest, warte mindestens eine volle Minute, besser zwei. Die Gefäße brauchen Zeit, um nach der Kompression wieder ihren natürlichen Tonus zu finden und das venöse Blut abfließen zu lassen. Unsere Premium-Modelle wie das BM 81 oder das BM 96 nehmen dir diese Denkarbeit ab, indem sie automatische Dreifachmessungen durchführen und einen Mittelwert berechnen, der zufällige Ausreißer neutralisiert. Vermeide auch den Konsum von Alkohol oder Nikotin mindestens 60 Minuten vor der Messung, da diese Substanzen die Gefäßweite direkt beeinflussen.
Zubehör- und Ersatzteile: Wann ist ein Wechsel der Manschette nötig?
Eine Blutdruckmanschette ist ein hochpräzises Verschleißteil, das im Alltag viel aushalten muss. Im Inneren befindet sich eine Gummiblase aus hochwertigem TPU oder ähnlichen Elastomeren, die bei jeder Messung gedehnt wird. Mit der Zeit kann dieses Material spröde werden, insbesondere wenn das Gerät in sehr trockenen Räumen, bei direkter Sonneneinstrahlung oder in der Nähe von Heizungen gelagert wird. Ein deutliches Warnsignal ist, wenn der Klettverschluss nicht mehr fest hält. Wenn die Manschette während des Aufpumpens leicht knirscht oder der Klettverschluss bei hohem Druck (über 160 mmHg) aufspringt, ist die Messung ungültig. Eine undichte Manschette zwingt den Kompressor des Geräts zu längeren Laufzeiten, was nicht nur die Batterien schont, sondern auch die empfindliche Sensorik durch Überhitzung schädigen kann.
Hygiene spielt ebenfalls eine große Rolle, besonders wenn du unter empfindlicher Haut oder Allergien leidest. Da die Manschette direkt auf der Haut liegt, nimmt sie Schweiß, Talg und Hautschüppchen auf. Wenn mehrere Personen im Haushalt das Gerät nutzen, ist ein regelmäßiger Wechsel oder eine gründliche Reinigung Pflicht. Du kannst die Manschette vorsichtig mit einem leicht feuchten Tuch und einer milden Seifenlauge abwischen. Tauche sie jedoch niemals vollständig unter Wasser und lege sie nicht in die Waschmaschine, da die Luftwege im Inneren nicht trocknen können und Schimmelgefahr besteht. Beurer Manschetten sind zudem latex-frei, was das Risiko von Hautirritationen minimiert. Nach etwa zwei bis drei Jahren intensiver Nutzung (bei täglicher Messung) empfehlen wir den Austausch gegen ein Original-Ersatzteil, um die Elastizität und damit die Messgenauigkeit zu gewährleisten.
Achte beim Kauf einer Ersatzmanschette unbedingt auf den Steckanschluss (Konnektor). Beurer bietet verschiedene Konnektoren an, die farblich oder mechanisch codiert sind, um exakt auf die Pumpenleistung der jeweiligen Serie abgestimmt zu sein. Ein Profi-Tipp zur Lagerung: Knicke den Schlauch niemals scharf ab, wenn du das Gerät in die Tasche legst. Ein kleiner Riss im Schlauch oder am Übergang zur Manschette führt zu schleichendem Druckverlust, den das Gerät oft erst spät als Fehler meldet, der aber vorher schon die Oszillationskurve verfälscht. Lagere die Manschette locker aufgerollt, um die Formstabilität der inneren Blase zu erhalten und Materialermüdung vorzubeugen.
Beurer Technologien für deine Sicherheit: BM 27, BM 54 und BM 59
Das BM 27 ist der ideale Einstieg für alle, die Wert auf unkomplizierte Sicherheit legen. Es verfügt über eine automatische Manschettensitzkontrolle, die dir sofort zeigt, ob die Manschette zu locker oder zu fest sitzt. Zudem erkennt es eventuelle Herzrhythmusstörungen (Arrhythmie-Erkennung) und warnt dich durch ein Symbol im Display. Mit 4 x 30 Speicherplätzen ist es perfekt für den Mehrpersonenhaushalt konzipiert. Wer mehr Komfort sucht, greift zum BM 54. Das XL-Display ist auch bei schwierigen Lichtverhältnissen hervorragend ablesbar, und die Manschette ist für Armumfänge bis 44 cm ausgelegt. Es berechnet zudem den Durchschnitt aller gespeicherten Werte sowie den wichtigen Morgen- und Abendblutdruck der letzten sieben Tage – eine Information, die dein Arzt für die präzise Dosierung von Blutdrucksenkern unterstützen kannB.
Das BM 59 stellt die Spitze der Oberarm-Messung dar. Es ist nicht nur optisch ein Highlight, sondern bietet eine extrem schnelle und sanfte Messung bereits während des Aufpumpens (Inflation Technology). Im Gegensatz zur herkömmlichen Methode wird der Arm hier nur so weit wie nötig gedrückt, was das Schmerzempfinden minimiert und die Gefäße schont. Alle unsere Geräte sind nach strengsten internationalen Protokollen (z. B. ESH oder BIHS) klinisch validiert. Wenn du ein Beurer Gerät kaufst, entscheidest du dich für ein zertifiziertes Medizinprodukt, das auf verlässliche Messergebnisse ausgelegt ist. Ein weiteres Feature ist der Risiko-Indikator: Eine farbige Skala (Ampelsystem) ordnet deine Ergebnisse sofort nach den Richtlinien der WHO ein, sodass du auch ohne Fachwissen weißt, ob dein Wert im grünen Bereich liegt.
Langfristige Überwachung und die Rolle deines Arztes
Die regelmäßige Selbstmessung zu Hause ist ein entscheidender Beitrag zu deiner Langlebigkeit und Herzgesundheit. Bluthochdruck tut nicht weh und wird deshalb oft jahrelang übersehen – man nennt ihn nicht umsonst den "Silent Killer". Doch so präzise unsere Geräte auch sind: Sie ersetzen niemals das Gespräch mit deinem Arzt. Die Heimmessung dient dazu, deinem Mediziner eine breite Datenbasis zu liefern, die über eine bloße Momentaufnahme in der Praxis hinausgeht. Ein einzelner hoher Wert, vielleicht nach einem stressigen Tag oder einem Streit, ist meist kein Grund zur Panik. Erst wenn der Wochendurchschnitt dauerhaft über 135/85 mmHg liegt (was in der Praxis etwa 140/90 mmHg entspricht), besteht medizinischer Handlungsbedarf.
Abschließend lässt sich festhalten: Die Manschette ist das entscheidende Bindeglied zwischen deinem Körper und der digitalen Messtechnik. Sie ist ein Präzisionswerkzeug, das Pflege und Aufmerksamkeit verdient. Indem du die richtige Größe wählst, die Anlegetechnik perfektionierst und auf hochwertige Original-Ersatzteile setzt, nimmst du deine Gesundheit aktiv in die Hand. Eine korrekte Messung ist der erste Schritt zu einem herzgesunden Leben. Denke daran: Wissen ist Macht, besonders wenn es um dein Herz geht. Nutze die Möglichkeiten der modernen Technik, um gemeinsam mit deinem Arzt die beste Strategie für deine Vitalität zu entwickeln.

Vergleich der Beurer Top-Modelle
| Merkmal | BM 27 | BM 54 | BM 59 |
|---|---|---|---|
| Manschettenumfang | 22 - 42 cm | 22 - 44 cm | 22 - 42 cm |
| Bluetooth® Anbindung | Nein | Ja | Ja |
| Speicherplätze | 4 x 30 | 2 x 60 | 2 x 60 |
| Besonderheiten | Einstiegsmodell, Manschettensitzkontrolle | Großes Display, XL-Manschette | Modernes Design, Premium-Finish |
Weitere Fragen
Wie eng muss eine Blutdruckmanschette sitzen?
Die Manschette sollte fest anliegen, aber nicht einschneiden. Als Faustregel gilt: Es sollten noch bequem zwei Finger zwischen den Arm und die geschlossene Manschette passen.
Kann man eine Blutdruckmanschette waschen?
Die meisten Manschetten können vorsichtig mit einem feuchten Tuch und milder Seifenlauge gereinigt werden. Tauche sie niemals vollständig in Wasser.
Welche Manschettengröße brauche ich bei 35 cm Armumfang?
Bei einem Umfang von 35 cm benötigst du eine Universalmanschette (meist 22-42 cm). Die Beurer Modelle BM 27 und BM 54 decken diesen Bereich standardmäßig ab.
Warum pumpt das Blutdruckmessgerät zweimal auf?
Wenn das Gerät beim ersten Aufpumpen feststellt, dass der Druck nicht ausreicht, um die Arterie vollständig zu verschließen (z. B. Bei sehr hohem Blutdruck), pumpt es automatisch nach, um eine präzise Messung zu ermöglichen.
Häufig gestellte Fragen
Was passiert, wenn ich die Manschette über der Kleidung anlege?
Das Messen über der Kleidung kann die Werte verfälschen, da der Stoff die Oszillationen der Arterie dämpft oder ungleichmäßigen Druck ausübt. Für präzise Ergebnisse sollte die Manschette immer direkt auf der Haut des Oberarms liegen.
Woran erkenne ich, dass ich ein Ersatzteil für meine Manschette brauche?
Typische Anzeichen sind ein nachlassender Klettverschluss, sichtbare Risse im Material, Fehlermeldungen am Gerät oder wenn die Manschette den Druck nicht mehr konstant hält.
Sind Manschetten zwischen verschiedenen Beurer Modellen austauschbar?
Nicht unbedingt. Jede Manschette ist auf das spezifische Luftvolumen und die Pumpenleistung des jeweiligen Geräts kalibriert. Verwende daher nur Zubehör- und Ersatzteile, die explizit für dein Modell (z. B. BM 27 oder BM 59) freigegeben sind.
Warum ist die Markierung auf der Manschette so wichtig?
Die Markierung (meist ein Pfeil oder ein Symbol) zeigt an, wo sich der Sensor bzw. Die Mitte der Luftblase befindet. Diese Stelle muss genau über der Oberarmarterie liegen, um die Druckwellen optimal erfassen zu können.
Quellen
- Blutdruck messen: So bekommen Sie verlässliche Werte - Deutsche HerzstiftungErklärt die Bedeutung der Herzhöhe und der Ruhephase bei der Heimmessung. Informierte die Abschnitte zu häufigen Fehlern und der Vorbereitung.
- eucell.deDiese Quelle erläutert den physikalischen Zusammenhang zwischen Armumfang und Manschettenbreite und warnt davor,
