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1920

1930

1940

1950

1960

1970

1980

1990

2000

2010
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Jahr 1919

Käthe und Eugen Beurer lebten in ärmlichen Verhältnissen, damals 1919 in der Frauenstraße 57 in Ulm. Aber das Ehepaar, speziell Käthe Beurer als treibende Kraft, hatte eine Idee, eine Vision. Als Alternative zur damals weitverbreiteten Bett- bzw. Wärmflasche sollten elektrisch betriebene Heizkissen die Menschen in Zukunft mit wohliger Wärme versorgen. In Zeiten, in denen eine Zentralheizung nicht eben zur Standardeinrichtung einer Wohnung gehörte, durchaus eine sinnvolle Erfindung. Der aus Reutlingen stammende Heinrich Stanger hatte in den USA die Herstellung von Heizkissen kennengelernt und begann nach seiner Rückkehr 1908 in Ulm mit der Fertigung erster Modelle in Deutschland. Das entsprechende Know-how war also vorhanden, als Käthe Beurer 1919 mit ihrem Mann den Weg in die Selbständigkeit wagte. Allen widrigen Umständen zum Trotz begann man mit der "Produktion", wenn zunächst auch in bescheidenen Verhältnissen. Mit zwei Nähmaschinen wurden im heimischen Schlafzimmer die ersten Geräte gefertigt.

Jahr 1923

Durch die starke Inflation steht das Unternehmen kurz vor dem Aus

Jahr 1924

Eugen und Käthe Beurer sind von ihrem Produkt überzeugt und halten an der Vision fest

Jahr 1927

Der Unternehmer Hermann Bantleon tritt in die junge Firma ein, im Zuge dessen erfolgt der Handelsregistereintrag

Jahr 1930

Ende der 20er Jahre wurde der Katzenkopf als Logo etabliert. ! "Ist Dir`s kalt auf der Matratze, nimm das Kissen mit der Katze!" Das war der Slogan, mit der Beurer ab 1930 aggressiv und dennoch humorvoll an potentielle Kunden herantrat. Die Katze als Logo vereinte dabei alle Eigenschaften, die man von den Produkten des damals noch jungen Unternehmens erwartete. Wärme, Behaglichkeit und Wohlbefinden sollten auch die Besitzer eines Beurer Heizkissens spüren. Die echte Katze auf dem Schoß hatte zu diesem Zeitpunkt zumindest schon ein klein wenig ausgedient. Weitere wertbildende Attribute des schnurrenden Vierbeiners waren Vertrauen, Häuslichkeit und Zuverlässigkeit als Synonym der Beurer Produkte. Der Katzenkopf wird fast 70 Jahre lang das Erscheinungsbild von Beurer prägen.

Schriftzug mit Katze

Jahr 1931

Eugen Beurer lässt den Thermostat und die Fixierung der Thermostate patentieren und legt damit den Grundstein der Wärme regulierenden Heizkissen

Jahr 1933

Hermann Bantleon tritt als Gesellschafter aus der Firma aus

Jahr 1934

Nach einem schwierigen Start, ersten Erfolgen und Niederlagen feierte Beurer 1934 sein 15-jähriges Bestehen. Das Jubiläum markierte gleichzeitig
einen innovativen Umbruch für das noch junge Unternehmen. Bernhard Beurer, Sohn des Gründerehepaars, tritt mit 22 Jahren in die Firma ein und belebt mit jugendlichem Elan die Geschäfte. Während in Ulm fleißig Heizkissen produziert werden, reist Bernhard quer durchs Land und wird somit zum „Ein-Mann-Vertriebswunder“. Begünstigt durch die allgemein gute
Wirtschaftslage und die ausgedehnte Reisetätigkeit von Beurer jun. nimmt das Unternehmen einen raschen Aufschwung.

Jahr 1939

Mit dem Generationswechsel machte Beurer einen gewaltigen Sprung nach vorn. 1935 waren bereits 100 Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt. Die
ausgedehnte Reisetätigkeit von Bernhard Beurer legte den Grundstein für einen erfolgreichen Vertrieb und das Wachsen der Marke. Noch vor dem Krieg muss die Produktion aufgestockt werden, was den Umzug in die Söflinger Straße in eine ehemalige Gaststätte in Ulm nach sich zieht, wo Beurer noch heute seinen Hauptsitz hat.

Jahr 1940

Beurer beteiligt sich an der Kriegsproduktion und fertigt spezielle Wärmebekleidung für Piloten

Jahr 1943

Durch den zweiten Weltkrieg produzierte Beurer bis 1943 unter anderem für militärische Zwecke. Ende 1943 musste die Fertigung eingestellt werden, da Wärmeprodukte zu Zeiten des Krieges weniger relevant waren.

Jahr 1944

Im Verlauf des Krieges blieb aber auch die Heimatstadt des Unternehmens nicht von den gravierenden Folgen der zum Kriegsende hin immer intensiveren Bombardements der Alliierten verschont. Als einer der wichtigen Zentren der deutschen Rüstungsindustrie war die Stadt bevorzugtes Ziel der ab 1944 immer stärker werdenden Bombardierungen, die ab Frühjahr 1944 auch bei Tage durchgeführt wurden. Der schlimmste Angriff fand dabei am 17. Dezember 1944 statt. Insgesamt 1500 Tonnen Spreng- und Brandbomben verwandelten das Ulmer Stadtgebiet in ein Flammenmeer.

Jahr 1945

1945 lag das gesamte Werksgelände in Söflingen in Schutt und Asche, wertvolle Maschinen und Rohstoffe waren vernichtet worden und für den ersten Moment sah es so aus, als wäre ein Neustart unmöglich. Der Unternehmergeist der Familie Beurer war, wie bei vielen deutschen mittelständischen Unternehmen, ungebrochen und so begann bereits unmittelbar nach Kriegsende der Wiederaufbau des Beurer-Werkes. Bereits im gleichen Jahr konnte mit einer ersten wenn auch eingeschränkten Produktion begonnen werden.

Jahr 1949

Beurer investiert verstärkt in Werbung und Marketing

Jahr 1950

Beurer nimmt erstmal mit einem eigenen Stand an der Hannover Messe teil

Jahr 1952

Die Einführung der Heizdecke durch Beurer in Deutschland

Jahr 1953

Das Patent über einen stufenlosen Temperaturregler folgt. Im selben Jahr begann auch die Fertigungsaufnahme des Bettwärmers. Nach Anfangs schleppendem Absatz, wurde er immer mehr zum wichtigsten Umsatzträger! Beurer stellt moderne Bügeleisen, so genannte "Schnellbügler" vor.

Jahr 1954

Fabrikneubau an der Söflinger Str. 218

Neubau 1954

Jahr 1958

Beurer wird in dem Jahrbuch "Die westdeutsche Wirtschaft und ihre führenden Männer" vom Bundesland Baden-Württemberg ausgezeichnet.

Arbeiterinnen 1958

Jahr 1963

Aufgrund des Platzmangels in der Söflinger Straße wird ein Zweigwerk in Uttenweiler gebaut! Mit 400 Mitarbeitern wird ein Umsatz von 6,5 Millionen DM erwirtschaftet.

Beurer Lastwagen 1963

Jahr 1967

Hans-Dieter Bühler, Schwiegersohn von Bernhard Beurer, tritt in 3. Generation in das Unternehmen ein

Jahr 1969

Feier anlässlich des 50-jährigen Firmenjubiläums mit dem Jodler Franz Lang und dem bayrischen Kabarettisten Georg Blädel! Beurer investiert in zahlreiche neue Fertigungsmaschinen! Kooperation mit der Stuttgarter Firma Progress, dadurch erfolgreiche Ausweitung des Vertriebsnetzes.

Fertigung 1969

Jahr 1970

Käthe Beurer stirbt in Ulm

Jahr 1972

Mit 300 Mitarbeitern werden Heizkissen und –Decken, Kaffeehauben, Tellerwärmer und auch beheizte Schutzanzüge für Kältearbeiter produziert! Erich Deuser, Physiotherapeut der Deutschen Fußballnationalmannschaft, setzt auf das Heizkissen Rheumatherm-Vario von Beurer.

Jahr 1973

Eugen Beurer stirbt in Ulm, Bernhard Beurer übernimmt die alleinige Geschäftsführung

Jahr 1974

Kauf der Firma Hadi, Hersteller von Wärmeprodukten

Jahr 1976

Beurer präsentiert seine Produkte anlässlich der Ausstellung "Deutsche Industrieprodukte" in Moskau

Jahr 1978

Einführung von Mikroprozessor gesteuerten und mit Signaldraht überwachten Schnellbettwärmern

Jahr 1979

Entwicklung des ersten Nacken-Heizkissens

Nacken Heizkissen

Jahr 1981

Beginn der Kooperation mit Handelsvertretern aus dem gesamten Gebiet der BRD

Jahr 1985

Der holländische Importeur Martex wird zur Vertriebs- Tochtergesellschaft

Jahr 1986

Erfindung der Abschaltautomatik für Wärmeprodukte

Jahr 1987

Als Beurer Anfang der 80er Jahre auf einen beträchtlichen Marktanteil (ca. 75%) im Bereich der Wärmeprodukte schauen konnte, war die Nachfrage für dieses Segment langsam stagnierend. Um dieser Entwicklung zu begegnen ergänzte Beurer das Sortiment durch andere und neue Produkte, die nicht zu Schmiegsame- Wärme gehörten. Die Sortimentserweiterung wurde maßgeblich durch Dr. Hans-Dieter Bühler betrieben. Die neue Kategorie wurde zukunftsweisend „BodyFit“ getauft. Damals gehörten Massagegeräte, Infrarotlampen und Blutdruckmessgeräte dazu. Als besonderes Highlight ist zu erwähnen, dass Eberhard Gienger, Weltmeister am Reck, 1987 neuer Werbeträger für die Bodyfit-Linie wurde. Über die Jahre wuchs „BodyFit“ immer rasanter und auch wenn der Name längst nicht mehr existiert, machen die Produkte aus diesem Bereich 70% des heutigen Umsatzes aus.

Jahr 1988

Einführung Blutdruckmessgeräte und Fieberthermometer

Jahr 1990

Beurer ist auf dem Sektor "Schmiegsame Wärme" Marktführer in Deutschland. Wachsende Marktanteile auch im europäischen Raum.

Jahr 1991

Neupositionierung von "BodyFit" in Richtung "Wellness"

Jahr 1992

Gründung der Produktionsstätte in Veszprém, Ungarn und der Vertriebs-Tochtergesellschaft Boneco, Wien. Einführung der Raumklimageräte! !
Der Katzenkopf als Markenzeichen verrichtete bis zu Beginn der 90er Jahre treuen Dienst auf Plakaten, Flyern, Katalogen, als Beurer-Maskottchen und in vielen Haushalten lieb gewonnenes Familienmitglied. Beurer trennt sich nach ca. 70 Jahren endgültig vom Katzenkopf als Markenzeichen. Grund für den Abschied war die in dieser Zeit vorgenommene Erweiterung des
Sortiments, das nun auch viele Produktgruppen umfasste, die nicht mehr unmittelbar mit dem Katzenkopf in Verbindung standen.

Jahr 1994

Übernahme des holländischen Marktführers Inventum

Jahr 1996

Übernahme des bis dahin größten und letzten in Deutschland produzierenden Wettbewerbers Wetzotherm. Beurer wird zum einzigen Hersteller von Schmiegsame Wärme Produkten in Deutschland

Jahr 2001

Beurer ist der führende Hersteller in Europa für Elektrogeräte für Gesundheit und Wohlbefinden.

Jahr 2002

Beurer eröffnet eine weitere Sortimentsmarke: Waagen! Bernhard Beurer stirbt in Ulm. Die Firma bleibt weiterhin in Familienbesitz.

Jahr 2003

Start der vollautomatisierten Produktion von Unterbetten! Marco Bühler tritt in 4ter Generation in das Unternehmen ein und wird 2004 technischer Geschäftsführer

Marco Bühler

Jahr 2005

Sortimentsergänzung "Schönheit" mit Maniküregeräten, Gesichtssauna etc.

Jahr 2006

Gründung Beurer Far East Ltd., Sitz in Hong Kong zur Qualitätskontrolle und Lieferantenmanagement. Weltweite Partnerschaften und Beteiligungen,
Expansion in Richtung Osteuropa, Asien und Naher/Mittlerer Osten. Einführung des Pulsuhren Sortimentes! Beurer Halbmarathon in Ulm

Jahr 2007

Einführung der Produktkategorie "Medical" und Vorstellung von Blutzuckermessgeräten! Beurer unter den Top 100 der innovativsten Unternehmen im deutschen Mittelstand

Jahr 2008

Umfirmierung von der GmbH & Co. KG zur Beurer GmbH

Jahr 2009

Beurer feiert 90-jähriges Firmenjubiläum! Beurer ist erneut bei den Top 100 der innovativsten Unternehmen im deutschen Mittelstand

2011

Kooperation Udo Walz by Beurer! Mit „Udo Walz by Beurer“ schafft das Ulmer Familienunternehmen eine eigene Haarpflegewelt innerhalb seiner Beauty-Sparte und bietet mit über 25 hochentwickelten Schönheitsprodukten die Basis für den perfekten Look.

Udo Walz by beurer

2012

Das Traditionsunternehmen wurde von Medien- und Wirtschafts-Experten als „Marke des Jahrhunderts“ für die Beurer-Heizkissen ausgezeichnet.

2013

Beurer Connect hat ein neues Herzstück - den HealthManager. Der Anwender hat ab sofort die Möglichkeit Messwerte entweder über Bluetooth® Technologie und Near Field Communication in die HealthManager App oder klassisch per USB in die HealthManager Software zu übertragen, auszuwerten oder miteinander zu vergleichen. Zugleich können über HealthManager Web Daten zwischen den Systemen synchronisiert werden. Somit bietet Beurer ein Gesundheitsmanagement wie es heute sein muss!

Beurer HealthManager 2013

2014

Beurer erweitert sein Sortiment um den Aktivitätssensor AS 80 und bindet zwei weitere Produktgruppen „Aktivität“ und „Schlaf“ an das Gesundheitsmanagement-System HealthManager an.

AS 80 2014

2015

Beurer ist erneut Marke des Jahrhunderts für Heizkissen. Die Auszeichnung wurde von dem renommierten Verleger Dr. Florian Langenscheidt vergeben.
Beurer erweitert sein Connect-Sortiment. Die neue Beurer App-Welt umfasst viele Themen rund um die Gesundheit, das Wohlbefinden und die Sicherheit - für jeden die passende App.

Die Beurer App Welt

2016

Die Beurer SleepLine wird gelauncht und sorgt für besseres Einschlafen, Durchschlafen und Aufwachen. Mit der Beurer FreshRoom App, der Beurer SleepQuiet App und der Beurer myIPL wächst die App-Familie weiter und folgt dem Trend der Digitalisierung.

Beurer SleepLine

2017

Beurer zählt zu den „Top 100 Wachstums- und Ertragsstars“, die von der Munich Strategy Group gemeinsam mit der Tageszeitung „Die Welt“ gekürt wurden. Hierzu wurde die Umsatz- und EBIT-Entwicklung von 3.500 Unternehmen im Zeitraum 2011 – 2015 ausgewertet. Mit Platz 34 gehören wir zu den besten 1 Prozent der 3.500 untersuchten Unternehmen.

MSG Top 100

 
 
 
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